"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Kalte Knackwürste " (von Kurt Horwitz)

Ausgabe vom 04.06.2002

Schwarzach (OTS) - Zwei kalte Knackwürste mit Brillen: So charakterisierte VP-Generalsekretär Erhard Busek einst sich selbst und den damaligen VP-Obmann Josef Taus. Gegen Wolfgang Schüssel waren die beiden aber Musterbeispiele an Volksnähe: Ihnen wäre nie eingefallen, 70.000 Protestunterschriften einfach zu ignorieren, wie das der Bundeskanzler derzeit tut.

Für Wolfgang Schüssel aber scheinen die Vorarlberger einfach nicht zu zählen. Das gilt leider auch für Elisabeth Gehrer. "Eine Vorarlbergerin, ein Wort", hat sie einst gesagt und für die Einhaltung des Versprechens plädiert, als drittstärkste Kraft in die Opposition zu gehen. Dann übernahm sie doch ein Ministeramt im schwarz-blauen Kabinett. Aber sie hat es weder genützt, um im Ministerrat ihr Veto gegen das Abkassieren einzulegen noch macht sie jetzt Druck auf Sozialminister Haupt. Die Last liegt also allein auf den zumindest theoretisch ihren Wählern verpflichteten sieben Vorarlberger Abgeordneten im Nationalrat.

Mit Scheinargumenten werden Sozialsprecher Gottfried Feurstein und seine Kollegen diesmal nicht durchkommen. Es gilt, ein für allemal klar zu stellen, dass es die falsche Politik ist, die Verschwenderischen zu belohnen und die Sparsamen zu bestrafen. Immerhin kann die Vorarlberger Gebietskrankenkasse darauf verweisen, dass sie trotz der erwirtschafteten Überschüsse in der Rangliste der erbrachten Leistungen österreichweit an dritter Stelle liegt. 70.000 Unterschriften sind ein klares Signal, das auch österreichweit gehört werden muss.

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