Integrationsfondschef Seitner weist Strasser Vorwürfe zurück

Sprachkurse in Wien zielgruppenorientierte Unterrichtseinheiten

Wien (OTS) - Der Geschäftsführer des Wiener Integrationsfonds Hannes Seitner wies die von Innenminister Strasser heute Mittwoch anlässlich des Expertenhearings zum Fremdenrechtspaket erhobenen Vorwürfe, in Wien werden im Rahmen der Sprachoffensive für AnfängerInnen auch nur 45 Unterrichtseinheiten angeboten auf das Schärfste zurück. Seitner: "Der Fonds hat im Rahmen seiner Sprachoffensiven ein zielgruppenorientiertes, Stufen weises und auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmtes Angebot, dass die MigrantInnen in hohem Ausmaß auf freiwilliger Basis in Anspruch nehmen." Der Minister, so Seitner weiter, vergleiche hier Äpfel mit Birnen. Denn während Wien seit Jahren Deutschkurse für MigrantInnen, die mit ExpertInnen entwickelt worden seien, anbiete, habe der Bund bisher die Erfahrungen aus der Erwachsenenbildung völlig ignoriert, betonte der Fondchef.

Der WIF - Geschäftsführer wies erneut darauf hin, dass der internationale Standard bei 200 bis 250 Unterrichtseinheiten liege. Der Fonds nähere sich nach Maßgabe der finanziellen Mittel dieser Größenordnung schrittweise an. Seitner abschließend:" Während Sprachkurse für MigrantInnen in anderen europäischen Ländern zu einem wesentlich höheren Anteil sowie mit einem umfassenden Angebot vom Staat gefördert werden, strotz der Integrationsvertrag nur von Zwang, Angstmache und rigorosen Strafen bis hin zur Ausweisung. Ich bleibe dabei, dieser sogenannte Integrationsvertrag ist ein menschenverachtendes, unsoziales und pädagogisch bedenkliches Spracherwerbsdiktat." gph/schluss

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031355 Jul 02

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