Morak: Bekenntnis für den Österreichischen künstlerischen Film

Morak kündigt Erhöhung des ÖFI Budgets auf 9,8 Mio Euro für 2002 an

Wien (OTS) - "Dieses Jahr werde ich das Budget des ÖFI auf 9,8 Mio Euro aufstocken, sodass mehr Mittel in die Herstellungsförderung fließen können, und vor allem junge Filmschaffende, die bisher nicht in den Genuss einer Förderung kamen, von dieser Maßnahme profitieren können", kündigte Staatssekretär Franz Morak bei der parlamentarischen Filmenquete heute, Mittwoch, an.

"Ich möchte hier ein Bekenntnis für den österreichischen, künstlerischen Film ablegen. Ich bekenne mich zur Förderung dieses Filmgenres, hier haben wir nicht nur einige hoffnungsvolle Talente sondern auch entsprechende Erfolge bei renommierten, internationalen Festivals wie Cannes und Venedig. Erfolge die mich bestärken, weiterhin auf die Förderung des Films im Sinne des "Kulturgut Film" zu setzen", so Morak weiter.

Für die Förderung dieses Kulturgutes müssten daher auch eigene Maßstäbe angelegt werden: "Kriterien der kulturellen Vielfalt, der ästhetischen Qualität, der Behauptung europäischer Filmgeschichten gegenüber amerikanischen. Dies sind alles kulturpolitische Ziele. Auch das Kriterium des zu erwartenden Erfolges muss letztlich als ein kulturpolitisches Ziel gesehen werden. Denn auch ambitionierte Filme sollen ihr Publikum erreichen, ansonsten macht Filmförderung nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell keinen Sinn", sagte Morak. Aber "ohne Investoren und zusätzliche Finanzierungsquellen werden wir nicht die gewünschten Effekte erzielen können, um Österreich als Medien- und Filmstandort zu etablieren", betonte der Staatssekretär.

Ein wesentliches Anliegen ist Morak die bessere Ausstattung der heimischen, unabhängigen Produzentenlandschaft. "Hier muss es zu einer verstärkten Miteinbeziehung der Produzenten bei der Finanzierung kommen", ähnlich wie dies im benachbarten Bayern der Fall sei, wo der Produzent mit einem 5%igen Eigenmittelanteil an der Produktion beteiligt ist. Andererseits sollten - dies auch im Zusammenhang mit dem EU-Recht - die Rechte für die Filmverwertung nach einem angemessenen Zeitraum wieder an den Produzenten zurückfallen, so Morak.

In seinem Statement betonte Morak, dass der Fernsehbereich für die Filmschaffenden den größten Auftragsbereich darstellt und daher "die Einführung von Privatfernsehen durch diese Bundesregierung - eine langjährige Forderung der Filmschaffenden - ein großes Potential für den Österreichischen Film darstellen wird".
Andererseits ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk - für viele der erste Ansprechpartner in Sachen Co-Produktion in Österreich -gefordert, so Morak. "Der originär österreichische Content stellt einen enormen Wettbewerbsvorteil für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk dar. Dies sollte sich auch in einer deutlich besseren Dotation des Film-Fernsehabkommens ausdrücken, dass seit 1994 nicht mehr erhöht wurde", so Morak, der abschließend ankündigte, die steuerliche Absetzbarkeit von Investitionen in die Filmproduktion in die Steuerreformkommission einzubringen.

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