ÖAMTC: Zwei Pannen legten Tangente lahm

Lebensgefährlich: Reifenwechsel in dritter Fahrspur, Sprit aus mitten auf der Autobahn

Wien (ÖAMTC-Presse) - Gleich zwei Autolenker lieferten Mittwochfrüh lebensgefährliche Aktionen auf der Wiener Südosttangente. Nach einer Reifenpanne wechselte der eine in dritter Spur den Reifen, der andere Lenker blieb mit seinem Fahrzeug ohne Treibstoff in erster Fahrspur stehen, anstatt auf den Pannenstreifen zu rollen. Die Folgen: kilometerlange Rückstaus und massive Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer. "Natürlich ist eine Panne eine Stress-Situation", sagt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Roman Michalek, "trotzdem sollte man die Nerven bewahren und überlegt handeln, um nicht sich selbst und anderen noch mehr Schaden zuzufügen".

Der ÖAMTC-Experte fasst zusammen, wie man bei einer Panne auf der Autobahn richtig reagiert:

* Das defekte Fahrzeug sicher abstellen: Warnblinkanlage einschalten und auf den Pannenstreifen wechseln. Wenn kein Pannenstreifen vorhanden ist, auf die äußerst rechte Fahrspur wechseln.

* Nachkommende Autolenker können helfen: Sie dürfen ihre Alarmblinkanlage einschalten, um vor der Verkehrsbehinderung zu warnen und dem havarierten Fahrzeug einen Fahrspurwechsel zu ermöglichen.

* Warndreieck verwenden: Ist der Wagen auf dem Pannenstreifen abgestellt, muss das Dreieck nicht aufgestellt werden, nur das Einschalten der Warnblinkanlage ist zu empfehlen. Steht das Fahrzeug nicht auf dem Pannenstreifen, dann unbedingt auch mit dem Warndreieck absichern.

* Schnell handeln: Kann der Schaden selbst behoben werden (z.B. Reifenwechsel), so ist das unverzüglich zu erledigen. Kann das Fahrzeug nicht in kurzer Zeit wieder flott gemacht werden, sollte man umgehend den Pannendienst verständigen - entweder via Handy oder an der nächst gelegenen Notrufsäule. "Wichtig ist, dass man nicht blind in irgendeine Richtung läuft, sondern den Pfeilmarkierungen mit Meterangaben auf den Leitpflöcken zur nächsten Notrufsäule folgt", warnt Michalek. ÖAMTC-Service: Die Pannenhilfe des Clubs ist österreichweit ohne Vorwahl unter der Telefonnummer 120 zu erreichen.

"Wenn der Treibstoff knapp wird, dann bitte nicht bis zum letzten Tropfen weiter fahren, sondern rechtzeitig den Pannenstreifen ansteuern", empfiehlt der ÖAMTC-Experte. Selbst mit einem platten Reifen kann man noch wenige Meter bis zum äußerst rechten Fahrstreifen rollen. Ist der Defekt nicht "akut" und das Fahrzeug noch bis zur nächsten Autobahnabfahrt oder dem nächst gelegenen Parkplatz fahrtüchtig, sollte man unbedingt versuchen, die Autobahn zu verlassen. "Das", so Club-Fachmann Michalek, "sagt das Gesetz zwar nicht ausdrücklich, aber die Vernunft". Man darf dazu zur Warnung anderer Verkehrsteilnehmer auch die Warnblinkanlage einschalten.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

Rückfragen & Kontakt:

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0154 2002-07-03/12:31

031231 Jul 02

ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP/ÖAMTC-Presse