Tancsits: Wiener Bürgermeister nach wie vor Arbeitslosenproduzent Nummer Eins

Wien, 03. Juli 2002 (ÖAAB-PD) Vergleicht man die Arbeitsmarktdaten von Juni dieses Jahres nicht nur mit jenen des Vorjahres, sondern mit den durchschnittlichen Beschäftigungszahlen der letzten Jahre, so zeigt sich, dass Österreich nach wie vor eine sehr hohe Beschäftigung aufweist. Und: Wien bleibt weiterhin der einzige "Ausreisser" auf einem insgesamt erfolgreichen Arbeitsmarkt, sagte heute, Mittwoch, ÖAAB - Generalsekretär, Abg. z. NR, Mag. Walter Tancsits. "Wien hat nach wie vor rund 37 Prozent des Zuwachses aller Arbeitslosen Österreichs. Und noch immer gibt es keine spürbare Reaktion von Bürgermeister Häupl auf dieses Problem. Häupl ist der Arbeitslosenproduzent Nummer Eins in Österreich. Sein Gegenprogramm zur Regierung geht damit voll auf Kosten der Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, beziehungsweise aller Arbeitslosen in Wien", kritisierte Tancsits. "Angesichts dessen bewahrheitet sich der Spruch ‚Wien ist anders‘ auf besonders drastische Weise. Wien ist arbeitslos, könnte man statt dessen genauso gut sagen." ****

"Wir haben heute in Österreich um 8.430 Personen oder 0,27 Prozent mehr Beschäftigte als im Rekordjahr 2001. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit hat sich damit weiter abgeschwächt. Nur Wien habe als einziges Bundesland die weiterhin erfolgloseste Arbeitsmarktpolitik. Darüber könne auch nicht hinwegtäuschen, dass Wien im Juni dieses Jahres einen relativ geringeren Anstieg der Arbeitslosenzahlen habe als etwa Oberösterreich. "Wenn man von einem generell höheren Wert ausgeht, dann ist der neuerliche Anstieg mit 17,9 Prozent in Wien natürlich geringer als mit 26,3 Prozent in Oberösterreich. Die absoluten Zahlen sprechen dagegen eine deutlichere Sprache: 4.399 Arbeitsuchende mehr in Oberösterreich und 10.521 von bundesweit plus 28.672 in Wien - das zeigt das eindeutige Bild, dass Wien nach wie vor das rote Stopplicht auf dem Arbeitsmarkt ist", so Tancsits.
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