Widerstand gegen Personalabbau!

GLB: Regierungspolitik wird zum Sicherheitsrisiko

Wien ( OTS ) - "Schon jetzt sei eine halbwegs akzeptable Aufrechterhaltung der Kundenbetreuung und die strikte Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen kaum mehr zu verwirklichen. Im Fall einer weiteren massiven Personalreduktion bricht dieses System zusammen." So lautet die Beurteilung der neuerlichen Sparpläne des ÖBB-Vorstandes durch den gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) in der Eisenbahnergewerkschaft. Der Vorsitzende der GLB-Eisenbahner, Theo Schneider, verlangt daher den sofortigen Stopp des Personalabbaus und ein generelles Umdenken in der Verkehrspolitik.

Theo Schneider verweist auf die unhaltbare Situation im Unternehmen:
personelle Unterbesetzung, ausufernde Überstundenleistungen und eine unzulängliche Freizeitgewährung prägen das Bild. Die zunehmende Arbeitsbelastung gefährdet die Qualität der Dienstleistung, was vor allem in den Bereichen Kundenbetreuung und Sicherheit zu fatalen Auswirkungen führen kann. Schneider: "Wer in dieser angespannten Situation auf weiteren Personalabbau setzt, gefährdet das ganze System. Der Vorstand täte gut daran, sich gemeinsam mit der Gewerkschaft der Rotstiftpolitik der Regierung zu widersetzen und klarzumachen, dass die Konkurrenzfähigkeit der Bahn mit der Qualität der Dienstleistung und der Sicherheit steht und fällt!", Die GLB-Eisenbahner verurteilen die Sparpolitik der Regierung im Fall der Bahn als "kurzsichtig, ignorant und in letzter Konsequenz sogar gefährlich".

Für Theo Schneider stellt die Absicht, weitere 7.000 Dienstposten einzusparen, den Beweis dar, dass die politisch Verantwortlichen nichts aus der Misere der bisherigen Verkehrspolitik gelernt haben:
"Anstatt durch ein hochqualitatives Angebot eine Verlagerung der Verkehrslasten von der Straße auf die Schiene zu gewährleisten, wurde und wird auf Kosten der Qualität eingespart. Dabei wäre jeder in die Bahn investierte Euro gut angelegtes Geld, das sich auch in der Zukunft rechnet. Mit neoliberalem Konkurrenzdenken und Sparen am falschen Platz werden jedoch die Grundlagen einer funktionierenden Volkswirtschaft nachhaltig geschädigt!", sagt Schneider und verlangt von der Regierung und der EU eine "grundlegende Änderung der Verkehrspolitik".

Der GLB appelliert an die Gewerkschaftsführung, die Sparpläne nicht nur zu verwerfen, sondern aktiv zu bekämpfen: "Wir handeln im Interesse der Bevölkerung, wenn wir diesen neuerlichen Anschlag verhindern. Dazu sollte uns jedes gewerkschaftliche Mittel - bis hin zum Streik - recht sein!", meint der Vorsitzende der LinksgewerkschafterInnen der ÖBB - "Handeln statt Reden" sei jetzt gefragt.

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OTS0122 2002-07-03/11:44

031144 Jul 02

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