Niederwieser fordert Änderung im Fremdengesetz: Deutschkurse für ForscherInnen sind reine Schikane

Wien (SK) Als "reine Schikane" bezeichnet SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser die verpflichtenden Deutschkurse für internationale ForscherInnen, wie es das neue Fremdengesetz vorsieht. "Anstatt Anreize für junge, ausländische ForscherInnen zu setzen, baut die Regierung für WissenschafterInnen zusätzliche Hürden" auf kritisierte Niederwieser am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Der Abgeordnete fordert eine Änderung im Fremdengesetz dahingehend, dass "Wissenschaftskooperationen von diesen Bestimmungen ausgenommen werden". ****

Wenn das Gesetz in der vorliegenden Fassung beschlossen werde, begebe sich Österreich als internationaler Wissenschaftsstandort endgültig ins Out, warnt Niederwieser. Kein hochentwickeltes Land könne es sich leisten, ausländische ForscherInnen durch solche restriktiven Bestimmungen abzuschrecken. Selbst die bei Einreisebestimmungen als streng bekannten USA würden ihre Tore weit öffnen, wenn es darum gehe, know-how in ihr Land zu holen, so der SPÖ-Wissenschaftssprecher. "Das Fremdengesetz trägt die Handschrift der ausländerfeindlichen FPÖ. Es liegt am Koalitionspartner ÖVP, sich zumindest im Interesse der Wissenschaft durchzusetzen", appelliert Niederwieser abschließend. (Schluss) sw/mm

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