Mailath-Pokorny fordert mehr Bundesmittel für den Film

Wien, (OTS) Anlässlich der am Mittwoch stattfindenden Film-Enquete im Nationalrat sprach sich der Wiener Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny zum wiederholten Male für eine Intensivierung der überregionalen Bemühungen um den österreichischen Film aus. Er erwarte, dass seitens des Bundes bei der Enquete ein klares Bekenntnis zu einer Erhöhung des Bundesfilmbudgets abgegeben werde. Die bislang vom Bund in Abrede gestellten Kürzungen belaufen sich, folgt man dem letzten Kulturbericht des Bundes für das Jahr 2000, alleine für den Bereich Film, Video und Medienkunst auf 13 Prozent.

Im Gegensatz dazu standen in Wien für den Bereich Film, Video und Kino im Jahr 2001 Mittel in der Höhe von 11.349.035,- Millionen Euro zur Verfügung. Dies bedeutet eine Erhöhung gegenüber dem Jahr 2000 um 479.051,00 Euro (oder ca. 6,6 Millionen Schilling). Alleine die dem Filmfonds Wien zur Verfügung gestellten Mittel liegen im Jahr 2001 mit ca. 8 Millionen Euro (oder 110 Millionen Schilling) über jenen des Bundeshaushalts.

Bislang verliefen die Bemühungen Wiens zu weiterführenden Gesprächen mit dem Bund, insbesondere hinsichtlich veränderter steuerlicher Rahmenbedingungen, erfolglos. Eine Reaktion auf einen vorgeschlagenen Filmgipfel gemeinsam mit dem Bund, den Ländern, dem ORF und Vertretern der Filmbranche sei bisher nicht erfolgt. Die heutige Enquete würde jedoch eine gute Gelegenheit für eine Wende in der Bundespolitik darstellen.

Es genüge nicht nur, so Mailath-Pokorny abschließend, die Auswahlkriterien des ÖFI (Österreichisches Filminstitut) zu beeinflussen, indem man einen Mitarbeiter des Staatssekretärs zum Leiter des Kuratoriums mache. Vielmehr müsse es in einem ersten Schritt zumindest um die jährliche Erhöhung des Filmbudgets in der Höhe von 3,634 Millionen Euro (50 Millionen Schilling) gehen, die von der jetzigen Bundesregierung zurückgenommen wurde (Schluss) rar

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031109 Jul 02

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