"Kleine Zeitung" Kommentar:"Fighter" (Von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 03.07.2002

Graz (OTS) - Für den tollsten und teuersten Typ hat sich die Bundesregierung entschieden. Der Nachfolger der altersschwachen Draken-Abfangjäger wird der supermoderne Eurofighter, der alles kann - auch das, was Österreich als neutraler Staat eigentlich gar nicht will, nämlich außer den Luftraum zu überwachen auch Luftschlachten zu
schlagen.

Der Eurofighter sei die zukunftsträchtigste Variante, befand der Bundeskanzler, ohne freilich zu erläutern, wie er sich die Sicherheitspolitik Österreichs in der Zukunft vorstellt. Wolfgang Schüssel war aber sichtilch stolz darauf, als Regierungschef der Fighter gewesen zu sein, der letztlich die Entscheidung für den Eurofighter herbeiführte.

Ob ihm dieser Kampf die Anerkennung in der Bevölkerung einträgt, muss hingegen bezweifelt werden. Die Anschaffung der Kampfjets ist unpopulär. Nicht nur wegen der Kosten, sondern weil viele am Nutzen zweifeln.

Schüssel wird bis zu den Wahlen noch oft gefragt werden, warum es für die Abfangjäger Geld gibt, für anderes aber nicht. Man wird auch fragen, warum er für den Eurofighter kämpfte, bei anderen Problemen zuschaut - etwa bei der Misere der Krankenkassen. Dort wäre ein Fighter dringend nötig. ****

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