WKÖ-Präsident Leitl: "UN-Oil for Food-Programm" für Österreich optimieren

Leitl trifft irakischen Außenminister Naji Sabri - beste Chancen für österreichische Exporteure

Wien (PWK486) - "Vor dem Golf-Krieg war der Irak für die österreichische Wirtschaft einer der wichtigsten Exportmärkte im arabischen Raum und sogar in Übersee", stellt WKÖ-Präsident Christoph Leitl bei seinem Treffen mit dem irakischen Außenminister Naji Sabri heute in der Wirtschaftskammer fest. "Unser Ziel muss es sein, österreichischen Exporteuren durch ein größeres Engagement im Rahmen des 'UN-Oil-for Food-Programmes' wieder ihr Lieferpotential zu erhöhen, das 1989 147 Mio Euro betrug. Österreich liegt in einer irakischen Prioritätsrangliste aufgrund seiner strikten neutralen Haltung im Golfkrieg und der Zeit danach ganz oben und ist weltweit eines der wichtigsten Lieferländer im Rahmen des Programmes "Erdöl gegen Lebensmittel", so Leitl.

Mit Beschluss des UN-Sicherheitsrates wurde im Dezember 1996 das UN-Hilfsprogramm "Oil for Food" für die irakische Zivilbevölkerung geschaffen. Der Irak darf innerhalb dieses Zeitraumes unbeschränkt Rohöl ausführen und aus dem Erlös humanitäre Hilfslieferungen sowie Ersatzteile für Ölförder- und Transporteinrichtungen, aber auch Anlagen für die Strom- und Wasserversorgung und Umweltschutz bezahlen. "Österreich lieferte in den ersten Phasen des Programmes fast ausschließlich Nahrungsmittel, Medikamente und medizinische Ausrüstungen, ab Phase VI vermehrt Ersatzteile, aber auch Neuanlagen für die Industrie, den Strom- und Landwirtschaftssektor, die Erdölindustrie und die Bahninfrastruktur", erklärte der WKÖ-Präsident. Mit Juni 2002 wurde das UN-Hilfsprogramm für eine weitere halbjährige Phase verlängert. Gleichzeitig sind Erleichterungen der Genehmigungsverfahren beschlossen worden, die eine Verbesserung der Lieferchancen auch für Österreich mit sich bringen werden.

Die österreichischen Exporte in den Irak beliefen sich im Jahr 2001 auf 85,6 Mio Euro, das bedeutet eine Steigerung von 175 % gegenüber 2000. Dieser positive Trend setzte sich auch in den ersten drei Monaten 2002 fort, mit einer Steigerung von beachtlichen 890 % und einem Exportvolumen von 35 Mio Euro. Die Importe aus dem Irak betrugen im Jahr 2001 190 Mio Euro und im ersten Quartal 2002 27 Mio Euro. (pt)

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