Ein Jahr linke ÖH - KSV zieht kritische Bilanz

Wien (OTS) - Das erste Jahr der Koalition von GRAS, VSStÖ und KSV in der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft ist vorüber und Anlass für den Kommunistischen StudentInnenverband Bilanz zu ziehen.

"Der linken ÖH ist einiges gelungen, dennoch sehen wir keinen Grund zum Jubeln", meint Karina Korecky, Bundesvorsitzende des KSV. "Die Proteste der Studierenden haben bewirkt, dass es einerseits zu kleinen Verbesserungen im Studienrecht gekommen ist und andererseits die Kritik am neoliberalen Umbau des Bildungssystems breiter und öffentlich sichtbar wurde. Der Charakter des Universitätsgesetzes hat sich aber nicht geändert, die Studiengebühren wurden nicht zurückgenommen. Insofern haben die Studierenden eine Niederlage erlitten und das sollte man auch ganz offen so sagen", so Korecky weiter.

"Über Universitätspolitik im engeren Sinn hinaus, hat sich die linke ÖH als gesellschaftskritische Kraft etabliert, die zu Themen wie der Bombardierung Afghanistans oder dem wachsenden Einfluss rechtsextremer Burschenschaften in Universität und Gesellschaft nicht schweigt. Wir führen diesen Weg der ÖH auf die Arbeit vieler unabhängiger linker AktivistInnen und das Engagement des KSV zurück", meint Korecky zur Wahrnehmung des allgemeinpolitischen Mandats der ÖH.

"Der Erfolg unseres Widerstands misst sich nicht an den von uns roklamierten Zielen, sondern an der Differenz zu dem, was ohne unsere Opposition durchgesetzt worden wäre", resümiert Korecky den Blickwinkel des KSV auf die Bilanz der ÖH. "Der KSV ist der Ansicht, dass die Opposition der linken ÖH zur herrschenden (Universitäts-)Politik dennoch kräftiger ausfallen müsste als bisher", sagt Korecky abschließend.

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