ARGEV im Jahr 2001: Sammelrekorde in Oberösterreich - 95% der OberösterreicherInnen trennen Verpackungsabfall (GRAFIK)

Wien (OTS) - Das Jahr des 10. Jubiläums war für die ARGEV Verpackungsverwertungs G.m.b.H. - die im ARA System österreichweit für die Sammlung und Sortierung von Leicht- und Metallverpackungen zuständig ist - wieder sehr zufriedenstellend: In einem "Kraftakt" wurde das Netzwerk an kommunalen und privaten Leistungspartnern neu ausgeschrieben sowie komplett reorganisiert. Parallel dazu verbesserte die ARGEV die Behälterinfrastruktur weiter und schuf so die Basis für die Sammelrekorde der OberösterreicherInnen:

95% der ÖsterreicherInnen sammeln nach eigenen Angaben (IMAS, März 2002) Verpackungen getrennt, ebenso viele waren es in Oberösterreich. "Das Sammeln von Verpackungen ist mehr denn je fixer Bestandteil im privaten und betrieblichen Leben der ÖsterreicherInnen", so ARGEV-Geschäftsführer Dr. Franz Buchal. Insgesamt erreichte die Sammel- und Erfassungsmenge der ARGEV mit 200.746 t (+3,5%) im Jahr 2001 einen neuen Rekordwert und überstieg erstmals die 200.000 t-Grenze. Seit 1993 hat die ARGEV rd. 1,3 Mio. t Altstoffe gesammelt sowie über 1 Million t Verpackungen aussortiert und zur Verwertung übergeben. Der oberösterreichische Beitrag dazu waren rd. 185.000 t.

Grundlage dafür ist eine auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft abgestimmte Sammelinfrastruktur: Über 80.000 weitere Haushalte wurden 2001 an das bequemste System - die Sammlung mit dem Gelben Sack - angeschlossen. Mit Jahresende 2001 hatten damit schon knapp 1,1 Millionen Haushalte den Gelben Sack für Leichtverpackungen, davon 170.000 in Oberösterreich. Zusätzlich standen den ÖsterreicherInnen über 202.000 "Gelbe Tonnen" (für Leichtverpackungen") und 48.000 "Blaue Tonnen" (für Metallverpackungen) zur Verfügung. In Oberösterreich betrug die Zahl der "Gelben Tonnen" 25.700, jene der "Blauen Tonnen" 2.700.

Besonders erfreulich war, dass der Trend zur besseren Sammelqualität auch 2001 angehalten hat. Bei den Leichtverpackungen hat sich der Fehlwurfanteil bundesweit erneut drastisch reduziert und liegt nunmehr bei unter 24% (1998 waren es noch über 31%). Auch die OberösterreicherInnen haben sich in der Trennqualität verbessert. In der Leichtverpackungssammlung sank der Fehlwurfanteil von über 32% auf unter 29%. Das reicht allerdings nur für "Platz 7" unter allen Bundesländern. In der Metallverpackungssammlung hingegen bedeutet ein Müll-Anteil von 8,1% den ausgezeichneten zweiten Rang.

Für die Wirtschaft, die ihre Verpackungen vom ARA System sammeln und verwerten lässt und dafür entsprechende Lizenzentgelte zahlt, gelang es der ARGEV 2001, die Kosten erneut deutlich zu senken. Somit konnten den heimischen Unternehmen Einsparungen in Höhe von rd. 285 Mio ATS / 20,7 Mio Euro weitergegeben werden.

Die letzten beiden Jahre hat die ARGEV außerdem genutzt, um ihr gesamtes Vertrags- und Leistungsgefüge neu zu ordnen. Nach dem Neuabschluss der Verträge mit den Kommunen im Jahr 2000 schrieb die ARGEV im vergangenen Jahr sämtliche Sammel- und Sortierleistungen in 100 Regionen neu aus. Mit einem Gesamtumfang von jährlich rund 75 Mio Euro stellte dies die umfassendste Ausschreibung in der österreichischen Abfallwirtschaft dar. 71 Sammel- und 29 Sortierunternehmen erhielten nach einem zweistufigen Auswahlverfahren den Zuschlag als Bestbieter. In Oberösterreich ergaben sich durch die Neuvergabe keine Änderungen bei den Sammelpartnern. Die bisherigen Partner setzten sich auch im harten Wettbewerb durch. Lediglich bei der Sortierung kommt es zur Konzentration auf größere Einheiten. Auch die gewohnten Sammelsysteme bleiben - im Einvernehmen mit den Gemeinden - praktisch unverändert.

Eine bemerkenswerte Bestätigung fand die Gebarung der ARGEV durch die vom Finanzamt für Körperschaften von April 2001 bis Februar 2002 durchgeführte Buch- und Betriebsprüfung der ARGEV. Die Prüfung blieb im Ergebnis "ohne jede Feststellung" und bestätigte einmal mehr die makellose Gebarung der ARGEV.

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