LH Haider: Massive Kritik an Nichteinhaltung der Schulsprengel

Durch Schülerabzug aus Schulsprengel werden Schulstandorte geschwächt - Besuch an der Volksschule Radweg (Feldkirchen)

Klagenfurt (LPD) - Kärntens Schulreferent Landeshauptmann Jörg Haider stellte heute bei einem Besuch an der Volksschule Radweg in der Gemeinde Feldkirchen fest, dass auf die Einhaltung der festgelegten Schulsprengel streng zu achten sei. Es gehe nicht an, dass von jenen SchülerInnen, die einem bestimmten Schulsprengel zugeordnet sind, mehrere in andere Schulen "abgezogen" werden. Dies habe zwangsläufig eine Schwächung peripherer Schulstandorte zur Folge, die nicht hingenommen werden könne, kritisierte Haider die Vorgangsweise an der Volksschule Radweg.

Der Schulreferent der Stadtgemeinde Feldkirchen habe dafür zu sorgen, dass die Schulsprengel von den Eltern akzeptiert und eingehalten werden. Haider sagte, es sollten in der Stadtgemeinde Feldkirchen alle Einschreibungen bzw. Bewilligungen hinsichtlich der rechtmäßigen Sprengelzugehörigkeit seitens der Stadt, der betroffenen Eltern und gemeinsam mit der Schulaufsichtsbehörde näher überprüft werden. Erst wenn dies geklärt sei, könne es bei noch übrigen Sonderproblemen Beratungen geben, so Haider. Für Radweg würde sich die Situation erheblich verbessern, wenn die zum Schulsprengel Radweg zugehörigen SchülerInnen auch tatsächlich hier die Schule besuchen würden und nicht etwa in Feldkirchen.

Der Landeshauptmann verwies auf die großen Bemühungen seitens des Landes, auch Kleinstschulen zu erhalten, dies dürfe nicht durch unrechtmäßige Zuordnungen von Schülern konterkariert werden. Ein wichtiger schulpolitischer Schritt sei die Novellierung des Schulgesetzes mit der Senkung von Klassenzahlen gewesen. Ausserdem leiste das Land von sich aus einen Mehraufwand von 14,5 Mio. Euro, um die Beschäftigung der Lehrer sicherzustellen. Hingegen habe es in den Jahren bis 1999 an die 40 Schulschließungen in Kärnten gegeben und dies trotz eines noch nicht so dramatischen Schülerrückganges wie zurzeit.

Der Landeshauptmann hat mit seinem Besuch an der VS Radweg dem kürzlich geäußerten Wunsch der Lehrer und des Elternvereins nach einer Aussprache entsprochen. An der Gesprächsrunde nahmen weiters Landtagspräsident Jörg Freunschlag, Landesschulinspektor Karl Maier, Bezirksschulinspektor Gerhard Brummer und Feldkirchens Bürgermeister Walter Puff teil.

Der Wunsch der Lehrer und Eltern der VS Radweg (Direktor Hans Spendier) besteht darin, wieder vier Klassen zu haben. Derzeit werden 47 Schüler in drei Klassen (mit Abteilungsunterricht) geführt. LSI Maier sagte, dass Abteilungsunterricht nicht grundsätzlich schlecht gemacht werden sollte. An 60 Schulen in Kärnten werde Unterricht in dieser Form abgehalten. Dies sei eine Chance, um bestimmte Schulstandorte überhaupt zu erhalten. Auch Landtagspräsident Freunschlag unterstrich die Wichtigkeit des Kärntner Schulgesetzes für die Aufrechterhaltung von Kleinschulen und dies stelle somit ein Bekenntnis zur Förderung des ländlichen Raumes dar. (Schluss)

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