Raser sind keine Helden

Wien (ÖRK) - "Du hast nur ein Leben - pass darauf auf" - Dieses Motto legt das Österreichische Rote Kreuz im Rahmen einer Kampagne zwei Gruppen besonders ans Herz, die in Unfallstatistiken immer wieder auffallen: Motorradfahrer und Diskothekenbesucher. Gemeinsam ist beiden, dass sie oft dem Rausch der Geschwindigkeit erliegen. Fahrfehler und mangelnde Praxis, Selbstüberschätzung, das Gefühl der Unverwundbarkeit und Alkohol führen zu Unfällen. Das Alter spielt dabei eine wesentliche Rolle: Rund ein Viertel aller Verkehrstoten und ein Drittel aller Verletzten im Straßenverkehr in Österreich sind laut ÖAMTC zwischen 15 und 24 Jahren alt.

"Das Ziel der Kampagne ist es, die Zahl der Toten zu verringern. Viele der Unfallopfer könnten noch leben, wenn es einerseits weniger Raser und weniger Alko-Lenker auf den Straßen gäbe. Andererseits aber auch, wenn am Unfallort richtige Erste Hilfe geleistet und die Rettung verständigt würde", sagt Dr. Susanne Schunder-Tatzber vom Österreichischen Roten Kreuz. Die Kampagne wird gemeinsam mit der Europäischen Kommission durchgeführt.

Tipps für Motorradfahrer und Autolenker zum sicheren Fahren gibt es mehr als genug. Es gilt aber kaum als "cool" und lässig, vernünftig zu fahren. Sicherheit hat ein "braves" Image. Doch die Ernüchterung setzt schnell ein, wenn dann wirklich ein Unfall passiert und junge Menschen den Rest ihres Lebens als Behinderte leben müssen oder sogar sterben. An das Verantwortungsgefühl sich selbst und anderen gegenüber zu appellieren, also das Verhalten zu ändern, ist ein Ziel der Kampagne. Raser, ob mit dem Auto oder dem Motorrad, sind keine Helden.

Erste Hilfe zu leisten, ist Pflicht. Die Ausbildung dazu ist zwar Bestandteil der Führerscheinausbildung, aber das bedeutet nicht, dass Erste Hilfe geleistet werden kann. Eine Aktion des Roten Kreuzes im Internet brachte die schrecklichen Tatsachen ans Tageslicht: Von 1,2 Millionen abgegeben Antworten zu Erste-Hilfe-Fragen waren zwei Drittel falsch. Viele haben Angst davor, etwas falsch zu machen, und leisten erst gar keine Erste Hilfe. Auch ist es nicht selbstverständlich, dass fünf Jahre nach der Führerscheinprüfung das Erste-Hilfe-Wissen noch vorhanden ist. Hier helfen Kurse des Roten Kreuzes. Das Wissen kann aufgefrischt werden, in praktischen Übungen die Angst vor Fehlern genommen werden.

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