Boden: Waldviertel seit Jahrzehnten Stiefkind der ÖVP-Landespolitik

Nachholbedarf bei Wirtschaft, Standortqualität und Infrastruktur

St. Pölten, (SPI) - "Wer mit offenen Augen durch das Waldviertel, vor allem durch den Bezirk Waidhofen an der Thaya fährt, der wird dabei mit den jahrzehntelangen Versäumnissen der ÖVP-Landespolitik konfrontiert. Es ist ja nicht gerade erst seit Wochen, dass das Waldviertel großen Nachholbedarf in Sachen Wirtschaftsstandort, Infrastruktur, Arbeitsplätze, Wohlstand und grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat. Ganz im Gegenteil ist das bereits seit Jahrzehnten so - und der ehemalige eiserne Vorhang ist offensichtlich noch immer in den Köpfen der VP-Landespolitiker präsent," so der Zwettler SP-Bundesrat Karl Boden.****

Die Beschlüsse der ÖVP in den letzten Monaten tragen jedenfalls sicher nicht dazu bei, die Standortqualität des Waldviertels zu heben und mehr Industrie und Arbeitsplätze in die Grenzregionen zu bringen. Die ÖVP sperrte gemeinsam mit den Freiheitlichen die öffentliche Infrastruktur, wie Bahnlinien, Postämter, Bezirksgerichte, Finanzämter und Gendarmerieposten zu, die Gemeinden werden zu bloßen Wohnsiedlungen degradiert. Der öffentliche Nahverkehr wird ausgedünnt, statt auf den Ausbau der Infrastruktur, wie die Modernisierung von Straßen- und Schienenwegen zu setzen, liegen viele fertige Projekte seit Jahrzehnten unverwirklicht in den Schubladen der Landesbürokratie. Die Gemeinden haben für ihre Projekte immer weniger Geld, ja die jüngste Volkszählung zeigte eine ungebremste Abwanderung aus den Grenzregionen. Auch dadurch haben die Gemeinden immer weniger Geld, was sie dazu treibt, öffentliche Dienstleistungen für die BürgerInnen entweder zurücknehmen oder diese verteuern zu müssen.

"Es wäre dem Herrn Landeshauptmann anzuraten, nicht immer als Wanderprediger durch Niederösterreich zu fahren und sich als Landesfürst feiern zu lassen, sondern sich endlich einmal den konkreten Problemen des Waldviertels zu widmen. Hoffnungen allein reichen nicht, da ist Erwin Pröll recht zu geben. Aber seit Jahren hören wir Waldviertler nur, dass wir auf Besserung hoffen sollen. Besser ist es aber nicht geworden. Das sorgt bei der Bevölkerung vor allem im Vorfeld der EU-Erweiterung für große Besorgnis", so Bundesrat Boden abschließend.
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