Umfrage belegt hohe Zufriedenheit der Unternehmen mit ihrer Interessenvertretung

Entlastung bei Lohnnebenkosten und Steuern wichtigstes Anliegen der Wirtschaftskammer - Wirtschaftskammer erfolgreich unterwegs -Reformprozess läuft planmässig

Wien (PWK465) - "Die Wirtschaftskammer ist auf ihrem Reformkurs erfolgreich unterwegs, die für das erste Reformjahr angestrebten Ziele sind voll und ganz erreicht worden", betont Christoph Leitl (ÖWB), Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, heute Mittwoch, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Vizepräsidenten Mathias Krenn (RFW), René Alfons Haiden (FWV) und Richard Schenz (Liste Industrie) im Vorfeld des morgen tagenden Wirtschaftsparlaments. "Es ist ein Weg des miteinander, dessen Ziel eine effizientere und zugleich leistungsstarke Interessenvertretung der österreichischen Wirtschaft ist, die auf kommende Herausforderungen bestmöglich reagieren kann", so Leitl weiter.

Und die Herausforderungen, denen sich die Wirtschaftskammer stellen wird müssen, werden zunehmen. Diese Entwicklung belegt die Studie eines unabhängigen Medien- und Meinungsforschungsinstitutes. Insbesondere die Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Förderung des Wirtschaftsstandortes Österreich sind wesentliche Themen. "Gerade in diesen Bereichen müssen durch die schon überfällige Senkung der Lohnnebenkosten Fortschritte erzielt werden", führt Leitl dazu aus.

Die Wirtschaftskammer setzt sich aber auch stark für die begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne und eine Verminderung des Körperschaftssteuersatzes (derzeit 34%) ein. "Die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Österreichs Unternehmer wird weiterhin eines der wichtigsten Anliegen der Wirtschaftskammer sein. Das sind wir unseren Mitgliedern schuldig", verspricht Leitl.

Nach einer aktuellen Umfrage des Market-Institutes befürworten 77 Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher eine Senkung der Lohnnebenkosten. 61 Prozent würden Maßnahmen für die Sicherheit der Arbeitsplätze begrüßen und dabei auf eine Erhöhung des Nettoeinkommens verzichten. Rückenwind bekommt die Kammer auch von den Mitgliedern. 72 Prozent der Unternehmen sind mit der Arbeit ihrer Interessenvertretung sehr bzw zufrieden. Im Jahr 1999 waren es zum Vergleich nur 42 Prozent. Und die Wirtschaftskammer entlastet die Unternehmen aufgrund der schwachen Konjunktur schneller als geplant. Die in drei Etappen geplante Herabsetzung der Beiträge um 30 Prozent oder rund 58 Mio Euro trat bereits mit 1.1.2002 - zu 100 Prozent - in Kraft. "Damit soll Solidarität der Interessenvertretung mit den Unternehmen gezeigt werden", erläutert Leitl und fordert zugleich:
"Der nächste Schritt muß die von der Bundesregierung seit langem in Aussicht gestellte steuerliche Entlastung und die Senkung der Lohnnebenkosten sein. Diese grundsätzliche Linie wird vom gesamten WKÖ-Präsidium vertreten". "Diese Maßnahme ist notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Lebensstandard in Österreich zu gewährleisten", so Leitl abschließend.

Der Vertreter des RFW, Mathias Krenn, lobte das Engagement, mit dem der Reformprozess betrieben werde und forderte Änderungen beim Vergaberecht. "Nicht Klein- und Mittelunternehmen kommen in Österreich bei öffentlichen Ausschreibungen zum Zug, sonder vielmehr "big players". Es sei notwendig, dass zur Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vermehrt einzelne Leistungen und Gewerke ausgeschrieben werden und weniger Gesamtprojekte", so Krenn, der in diesem Zusammenhang auch Handlungsbedarf bei der WKÖ sieht. Änderungsbedarf ortet Krenn auch bei der geplanten Zusammenlegung von Förderinstitutionen: Hier dürfe es nicht sein, dass der Tourismus und Kleinbetriebe unter die Räder kommen. Diese Haltung wurde auch von Vizepräsident Haiden unterstützt.

Für den FWV forderte René Alfons Haiden vor allem eine Investitionsprämie von 10 Prozent der Investitionssumme, da nicht alle Unternehmen Investitionsfreibeträge beanspruchen könnten. "Auch ist nicht einzusehen, wieso die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanzierte Wohnbauförderung nur zu zwei Dritteln zweckgebunden ist und von den Ländern zur Budgetsanierung verwendet wird"" so Haiden.

Für die Industrie betonte Richard Schenz, dass bei der Kammerreform die richtigen Schritte gesetzt wurden und das die Einsparungen keine Leistungsverkürzungen zur Folge hätten. Zum Road-Pricing führte Schenz aus: "Es müssen weitere Verhandlungen mit dem Ziel, die geplante Kilometermaut von 22 Cent zu vermindern, geführt werden". Derzeit werde auch der Generalverkehrsplan dahingehend überprüft, ob er den Bedürfnissen der Unternehmer entspreche. Die Deckelung bei der Energiesteuer für Unternehmen soll bestehen bleiben. (GT)

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