Schwemlein: Bahnausbau im Gasteinertal "für Regierung kein Thema"

Zustimmung zu Projekt quer durch alle politischen Lager

Wien (SK) Enttäuscht und verärgert zugleich zeigte sich SPÖ-Tourismussprecher Emmerich Schwemlein im Anschluss an den heutigen Verkehrsausschuss. Der Grund: Der im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke durch das Gasteinertal inklusive umfassender Lärmschutzmaßnahmen und dem Ausbau des Bahnhofs Bad Gastein wurde von den Regierungsfraktionen "auf den St. Nimmerleinstag verschoben", so Schwemlein am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Das mit großem Aufwand durchgeführte Mediationsverfahren, noch unter Verkehrsminister Einem, habe zu einem von der gesamten Region getragenen Ergebnis geführt. "Was fehlt ist offensichtlich der politische Wille, obwohl die Zustimmung zu diesem Projekt quer durch alle politischen Lager geht", erklärte der SPÖ-Abgeordnete. ****

Der Antrag auf Realisierung des Projekts sei im Ausschuss zwar formell nur vertagt worden, in Wirklichkeit komme dies aber einer klaren Ablehnung gleich. Bereits jetzt würden einige "durchaus sinnvolle Kleinprojekte" gebaut, das wesentlich umfassendere Ziel des zweigleisigen Ausbaus der Tauernstrecke, einer wichtigen Nord-Süd-Achse, die gegenwärtig eine ganze Reihe von "Flaschenhälsen" aufweise, wurde hingegen beiseite gelegt. "Der höchst tourismusintensive Raum Gasteinertal, der mehr Nächtigungen verzeichnet als das ganze Burgenland, setzt schwerpunktmäßig auf den Bereich Wellbeing, Naturerlebnis und Wintersport. Wo, wenn nicht dort muss etwa durch Lärmschutzmaßnahmen sichergestellt werden, dass sich die Urlaubsgäste wohl fühlen", fragt Schwemlein. Daraus folgt, dass von Salzburgs Landeshauptmann Schausberger bis zum Kärntner Verkehrslandesrat "sich alle wesentlichen politischen Entscheidungsträger für den Ausbau aussprechen. Die Botschaft kann daher nur lauten: Lasst Taten sprechen!", so Schwemlein abschließend. (Schluss) hm/mm

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