Waneck: UN-Erklärung zum "Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und illegalen Drogenhandel"

Drogenmissbrauch und HIV/AIDS gehen Hand in Hand

Wien, (BMSG/STS) - Um ihrer Entschlossenheit im Kampf für eine drogenfreie Gesellschaft Ausdruck zu verleihen, hat die UNO-Generalversammlung 1987 beschlossen, den 26. Juni als Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und illegalen Drogenhandel zu begehen. Aus Anlass dieses Tages hat Generalsekretär Kofi Annan folgende Erklärung veröffentlicht, der sich das Staatssekretariat für Gesundheit vollinhaltlich anschließt, erklärte heute FP-Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck. ****

Das Thema des diesjährigen Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch und illegalen Drogenhandel lautet "Suchtstoff-Missbrauch und HIV/AIDS”. In vielen Ländern Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas ist das Injizieren von Drogen die häufigste Art, HIV/AIDS zu übertragen. Schätzungen zufolge werden zwischen fünf und 10 Prozent der weltweiten HIV-Infektionen durch das Injizieren von Drogen verursacht - eine ausserordentlich potente Art, das Virus zu verbreiten. Drogenabhängige, die zur Nadel greifen, sind oft in engen Netzwerken miteinander verbunden und teilen gewöhnlich ihr "Drogenbesteck” miteinander.

Die Arbeit des Internationalen Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (UNDCP) als Partner von UNAIDS, ist ein wichtiger Teil im Kampf gegen die HIV/AIDS-Epidemie. In Brasilien und Osteuropa z.B. arbeitet UNDCP an vorderster Front bei Aufklärungs-Kampagnen über den Zusammenhang von intravenösem Drogenkonsum und HIV/AIDS, und dem Vorteil eines gesunden, drogenfreien Lebens.

Die Vorbeugung von HIV/AIDS und das Aufhalten von Drogenmissbrauch und -handel bedeuten mehr als nur öffentliche Gesundheitsbelange. HIV/AIDS berührt jedes Glied einer Gesellschaft. Vor allem sind die jungen Menschen unverhältnismässig stark betroffen, was zu einer Schwächung in den Reihen der Begabten und Gebildeten während ihrer besten Jahre führt und tragische Auswirkungen in den betroffenen Ländern und Regionen hat. Vorbeugung bedarf politischer Führung, Information und öffentlicher Kampagnen in Schulen und am Arbeitsplatz sowie die Mobilisierung und Einbeziehung aller gesellschaftlichen Bereiche, einschliesslich religiöser und kommunaler Führungskräfte. Es besteht auch dringender Handlungsbedarf bei der Linderung von Armut und der Reduzierung des Stigmas sowie bei der Sicherung des Zugangs zu Sozialleistungen für alle.

Auf einer Sondersitzung der Generalversammlung vor vier Jahren verpflichteten sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen zu einem wirksamen Aktionsplan gegen Drogenmissbrauch und -handel. Und auf der Sondersitzung zu HIV/AIDS im letzten Jahr verpflichteten sie sich, Richtlinien und Programme zu schaffen, die die Gefährdung des Einzelnen für HIV-Infektionen durch das Injizieren von Drogen adressieren. Beschliessen wir an diesem Internationalen Tag, uns an dieses Versprechen zu erinnern und für eine drogenfreie Welt zusammenzuarbeiten. Damit werden wir auch ein anderes Versprechen voranbringen, das führende Repräsentanten der Welt beim Milleniums-Gipfel im September 2000 abgaben: nämlich die Ausbreitung von HIV/AIDS bis zum Jahr 2015 zu stoppen und zurückzudrängen.

Waneck betonte weiters, dass Drogen auf der ganzen Welt illegal seien. "Dies hat einen Grund: Sie sind gefährlich. Drogen führen nicht nur zu körperlichen Abhängigkeit, sondern auch zu Persönlichkeitsveränderungen. Sie verändern den Menschen in seiner Individualität insgesamt. Besonders schlimm ist es bei Kindern und Jugendlichen. Ihre Persönlichkeit ist noch in der Entwicklung begriffen. Drogen zerstören die Entwicklungschancen der Jugend", so Waneck, der zum Schutz unserer Jugend vehement gegen Drogen eintritt.

Drogen-Liberalisierungsversuche wie sie von Teilen der SPÖ und den Grünen gestartet werden, seien vehement abzulehnen, betonte Waneck. Kurios sei, so Waneck weiter, dass ausgerechnet die Grünen, die für eine saubere Umwelt, gesunde Nahrung und gegen Schadstoffe jeder Art auf die Barrikaden stiegen, nichts Falsches daran erkennen können, wenn sich unsere Kinder und Jugendlichen mit gefährlichen Giften voll pumpen.

Weiters sei es unverständlich, dass sich gewisse Kreise schützend vor Drogenlenker im Straßenverkehr stellen. "Unsere Aufgabe als verantwortungsbewußte Gesundheitspolitiker ist es, unsere Jugend vor Drogen zu schützen. Drogenliberalisierung oder gar Drogenfreigabe sind Irrwege, die das Problem noch verstärken", schloss Waneck. (Schluss) mg bxf

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