Sofortprogramm für Bahnhöfe

Berlin (OTS) - Anmoderation (Vorschlag)

Bahnhöfe - die Visitenkarten der Bahn. Bundesweit gibt es rund 5.800 von ihnen. Zahlreiche historische Bahnhöfe sind aufgrund ihrer architektonischen Bedeutung denkmalgeschützt. Mit einem Durchschnittsalter von 85 Jahren sind noch viele Stationen sanierungsbedürftig. Die Deutsche Bahn hat nun ihr Sofort-programm für Personenbahnhöfe vorgestellt. Es ist Bestandteil eines zukunftsorientierten Bahnhofsentwicklungsprogramms.

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Mit dem Sofortprogramm für Bahnhöfe sollen kurzfristig vor allem kleine und mittlere Bahnhöfe in ganz Deutschland deutlich attraktiver gemacht werden.

Nachdem in der Vergangenheit vor allem in die Modernisierung von Fahrzeugen und in den Ausbau und Sanierung der Schieneninfrastruktur investiert wurde, wird der Fokus nun auf die Bahnhöfe gelegt. Ein positiveres Image ist ein Ziel der Maßnahmen. Der Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG, Wolf-Dieter Siebert, betont, dass nicht nur die prominenten Bahnhöfe gemeint sind:

O-Ton (ors06641) Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG:

Das Sofortprogramm ist der erste Teil eines strategisch angelegten ganzheitlichen Bahnhofsentwicklungsprogramms - es heißt Sofortprogramm, weil wir damit sofort beginnen wollen und damit auch ganz schnell fertig werden wollen. Uns kommt es darauf an, dass wir sehr kurzfristig Kundenzufriedenheit schaffen, und wir wollen darüber hinaus eben in unserem Gesamtauftreten flächendeckend wirksam werden, also nicht nur in den Zentren, sondern eben auch draußen in der Fläche.

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Neben den hohen Investitionen in größere Bahnhöfe engagiert sich die Bahn auch für die Revitalisierung kleinerer Stationen. Beispiele dafür sind die Bahnhöfe in Wolfsburg oder Eberswalde oder auch der "Hundertwasser-Bahnhof" in Uelzen, der inzwischen ein besonderes architektonisches Highlight geworden ist. In Zukunft geht es vor allem darum, dass Verkehrsstationen und Empfangsgebäude einheitlich aussehen. Dazu noch einmal Wolf-Dieter Siebert.

O-Ton (ors06642) Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG:

Wir werden sofort beginnen, und zwar mit der ganzheitlichen Renovierung der Bahnhöfe, damit wir einen ganzheitlichen Auftritt der Bahnhöfe bekommen, der Verkehrsstationen und der Empfangsgebäude. Wir begrenzen uns dabei auf 400 Bahnhöfe mit Empfangsgebäude, die wir bis Ende 2004 auch renoviert haben wollen. Darüber hinaus möchten wir an 3.000 Bahnhöfen Wegeleitsysteme, Licht, Farbe, einheitliche Farbgebung, modulare Ausstattung usw. wesentlich verbessert haben.

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Das Sofortprogramm besteht einerseits aus der Verbesserung des Erscheinungsbildes, andererseits aus der verbesserten Reisekette. Zur Auffrischung des Erscheinungsbildes trägt insbesondere das sogenannte "RenoVier"-Programm bei. Neben der farblichen Harmonisierung wird es eine hellere und freundlichere Beleuchtung für die Stationen sowie eine Aufwertung von Bahnhofsunterführungen geben. Die Reisekette soll durch einheitliche Fahr-planaushänge und Fahrgastinformationsanlagen sowie durch Neubau oder Modernisierung der Wartebereiche verbessert werden. Innerhalb der kommenden zwei ein halb Jahre wird großzügig investiert:

O-Ton (ors06643) Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG:

Wir planen mit diesen Verschönerungsmaßnahmen 600 Millionen Euro bis zum Jahre 2004, Ende 2004 auszugeben. Ein großer Teil davon werden Aufwendungen sein für Instandsetzungen und für Verschönerungen, neue Farbgebungen. Wir rechnen aber damit, dass ein erheblicher Betrag dieses Betrages durch die öffentliche Hand gefördert werden kann.

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Ein Teil der größeren Bahnhöfe sind attraktive Einkaufspassagen, die die Innenstädte beleben und an 365 Tagen im Jahr geöffnet sind. Viele Kommunen haben inzwischen das Potenzial ihrer zentral gelegenen Bahnhöfe erkannt und unterstützen die Bahn in ihren Anstrengungen, ansehnliche und florierende "Visitenkarten" der Stadt zu entwickeln.

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