Ex-Sektionschef in NEWS: "Ich bin gegangen worden"

Erstes Promi-Opfer der Aktion "Vorruhestand 55" packt aus - Der Spitzenbeamte wollte weiter arbeiten

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS packt der ehemalige Präsidialsektionschef im Sozialministerium, Werner Bauer, über die von der Regierung massiv betriebene Aktion "Vorruhestand 55.

Der im März dieses Jahres gemeinsam mit einer Reihe von weiteren Topleuten in der Hochbürokratie frühpensionierte Spitzenbeamte, heute 56, in NEWS wörtlich

- über die Gründe seins Abgangs: "Ich wollte als einer der wenigen Österreicher nicht in Pension gehen. Ich bin gegangen worden. Mit 56 ist mein Leben aber noch nicht abgeschlossen. Ich hatte einen befristeten Vertrag bis Ende 2002. Nachdem mich der Minister zweimal zu sich gebeten hatte, um über meine Zukunft zu sprechen, war mir klar, dass sie mir nur einen minderqualifizierten Vertrag anbieten würden und ich der siebente Zwerg von links wäre, wenn ich zum Vorruhestand nicht einwillige."

- über seine Gage: "Ich hatte keine Alternativen. Seit März gehe ich jetzt mit der fast gleichen Gage wie früher spazieren, das sind 3.788 Euro netto im Monat. Und mit 61,5 Jahren habe ich dann die gleiche Pension als hätte ich die ganze Zeit über gearbeitet.

- über die Frühpensionierungs-Welle bei Post und ÖBB: "Ich weiss nicht, warum in der Öffentlichkeit unsere Fälle nicht bekannt sind. Der einzige Unterschied zwischen den Fällen bei Post, Telekom, ÖBB und mir besteht darin, dass die krank sein mussten, um in Frühpension geschickt zu werden. Ich musste nicht krank sein."

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