Kronberger: Entscheidende Runde für Atomausstieg

Ausbau erneuerbarer Energiequellen muß Vorrang haben

Wien, 2002-06-26 (fpd) - Anläßlich der Sitzung der EU-Kommission fordert der freiheitliche EU-Parlamentarier und Energieexperte Hans Kronberger die teilnehmenden Kommissare auf, die Atompassagen in den Schlußfolgerungen zum Grünbuch "Energieversorgungssicherheit" herauszunehmen. ****

Im internen Entwurf des EU-Kommissionspapiers startete die spanische EU-Energiekommissarin und Atombefürworterin einen neuerlichen Anlauf, die Nutzung der Atomenergie in der Europäischen Union zu stärken. Unter anderem enthielt der Entwurf die Behauptung, daß die Nutzung der Atomenergie die Treibhausgase reduziert. Kronberger: "Das die Atomenergie einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, ist längst mit Studien widerlegt. Auch wenn die Atombefürworter diesen Unfug immer wiederholen, gewinnt dieses Argument deshalb nicht mehr an Wahrheitsgehalt."

Kronberger weiter: "Die Atomenergie bietet für eine zukünftige Energieversorgung keine Sicherheit und die Nukleartechnologie ist darüber hinaus nicht beherrschbar, deshalb muß auf ihren Einsatz verzichtet werden."

Kronberger weiter: "Dies muß einmal mehr Anlaß geben, auch die nationalen Anstrengungen in Sachen Erneuerbare Energien zu verstärken. Auch in Österreich findet heute eine entscheidende Sitzung für ein neues Ökostromgesetz statt."

"Der Atomausstieg ist untrennbar mit dem Aufbau und der verstärkten Nutzung dezentraler erneuerbarer Energiequellen verbunden. Österreich hat jetzt die Chance, mit einem vorbildhaften Ökostromgesetz ein starkes Signal nach Brüssel zu senden. Minister Bartenstein ist daher aufgefordert, den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen in Österreich mit einem entsprechenden Ökostromgesetz zu forcieren", so Kronberger abschließend. (Schluß)

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