SPÖ-Frauen für Weiterentwicklung des Kinderbetreuungssystems

Stadlbauer fordert Recht auf Vaterschaftsurlaub

Wien (SK) Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesfrauenvorsitzender Barbara Prammer betonte die Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer, dass die SPÖ die Kinderbetreuungseinrichtungen ausbauen will. Der zuständige Minister, FPÖ-Sozialminister Haupt aber "stellt den Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen in Frage". Weiters forderte Stadlbauer einen gesetzlichen Anspruch auf zehntägigen Vaterschaftsurlaub: "Ein Vaterschaftsurlaub wäre ein guter Anreiz, die Väter auch künftig in die Betreuung miteinzubeziehen." ****

Stadlbauer berichtete weiters von ihren Eindrücken einer Schwedenreise, wo sie Kinderbetreuungseinrichtungen besichtigt und die dortige Frauenpolitik untersucht habe: "Vieles, das bei uns noch Vision ist, ist in Schweden Realität." In Schweden bestehe wie in Deutschland und Frankreich im Gegensatz zu Österreich ein Rechtsanspruch auf einen außerhäuslichen Betreuungsplatz für Kinder ab einem bestimmten Alter. Die Kindergärten werden weniger als soziale Einrichtung, sondern vielmehr als Bildungseinrichtungen verstanden. "Die Eltern wissen, dass ihre Kinder dort gut aufgehoben sind, man versucht in Schweden nicht, den Eltern ein schlechtes Gewissen zu machen wie in Österreich, wenn ein Kind in den Hort gehen 'muss'."

Als besonders wichtig unterstrich Stadlbauer die längeren Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen in Schweden, die von 6.30 bis 20.30 Uhr zur Verfügung stünden. Ebenfalls nachahmenswert ist laut Stadlbauer das schwedische Modell des Rechts auf kostenloses Mittagessen für alle Kinder, das eine weitere Entlastung für berufstätige Eltern darstelle.

Stadlbauer berichtete weiters von der stark ausgeprägten schwedischen Frauenbewegung, die besonders in den achtziger Jahren im politischen Bereich Verbesserungen für Gleichberechtigung von Frauen auch im politischen Bereich herbeigeführt habe. In diesem Zusammenhang verwies Stadlbauer auf die statuarisch festgelegte Frauenquote der SPÖ von 40 Prozent ab 2003.

Insgesamt zeige das schwedische Modell, dass die SPÖ mit ihren Ideen "auf den richtigen Weg ist", sagte Stadlbauer. (Schluss) bmm

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