Jarolim: Hoffnung für den Jugendgerichtshof!

Wien (SK) Hocherfreut zeigte sich SPÖ-Justizsprecher Johannes Jarolim anlässlich der aktuellen Aussprache mit Justizminister Böhmdorfer. Mit großer Klarheit wurde festgehalten, dass sämtliche unabhängige Experten, die bislang im Rahmen mehrerer Hearings gehört wurden, die Zerschlagung des Jugendgerichtshofes ablehnten. Der Umstand, dass FPÖ-Minister Böhmdorfer sich nun ausschließlich auf Experten aus seinem Haus bezieht, bezeichnete der SPÖ-Justizsprecher als "Signal für einen Rückzug Böhmdorfers". "Nach der heutigen Debatte im Justizausschuss scheint es, dass echte Hoffnung für den Jugendgerichtshof besteht", stellte Jarolim am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. ****

Jarolim verwies weiters darauf, dass im Zeitraum von nur einem Monat unter den im "Grauen Haus" untergebrachten Jugendlichen sechs Gewaltakte vorfielen. Wobei dies kein Wunder sei, so Jarolim, würden doch im Grauen Haus bis zu sechs Jugendliche in eine Zelle gesteckt, im Jugendgerichtshof dagegen maximal zwei. Als besonders bedauerlich bezeichnete Jarolim den Fall eines weiblichen jugendlichen Untersuchungshäftlings, die mit neun erwachsenen Häftlingen in einer Zelle untergebracht wurde. "Die Unterbringung im Jugendgerichtshof hat, und das war die überwiegende Meinung der Experten, die Gewaltbereitschaft der jugendlichen Straftäter dramatisch gesenkt. Und dies sollte auch das wichtigste Ziel des FPÖ-Justizministers sein", so der SPÖ-Justizsprecher abschließend. (Schluss) se/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK