VP-MARBOE: Behandlung des Historischen Museums durch die Stadt beschädigt Ruf des Museums

Kultursprecher SALCHER wünscht sich spannendes Museum für die Besucher

Wien (ÖVP-Klub) Enttäuscht über das Verhalten der Stadt Wien gegenüber dem Historischen Museum zeigte sich VP-Stadtrat Dr. Peter MARBOE in der heutigen Aktuellen Stunde des Wiener Gemeinderates. "Was hier in den letzten Monaten passiert ist, ist eine ernsthafte Beschädigung dieser renommierten und international hoch geschätzten Institution", so MARBOE.***

"Die Demontage des bisherigen Direktors Düriegl schadet nicht nur ihm sondern auch dem Ruf des Historischen Museums", kritisierte der VP-Stadtrat. "Da bekommt Direktor Düriegl beispielsweise einen Brief ohne Briefkopf - der offizielle Absender oder Auftraggeber ist somit nicht erkenntlich - wo ihm eine Untersuchung seines Hauses angekündigt wird." Bei der erwähnten Untersuchung habe man es dann zudem nicht einmal der Mühe wert gefunden eine Stellungnahme und Beurteilung Düriegls einzuholen. "Das ist einfach keine korrekte Vorgangsweise und zeichnet ein Sittenbild der derzeitigen Wiener Kulturpolitik.

"Auch die Ausschreibungsfristen für die neue Leitung sind derartig kurz gesetzt worden, dass leider nicht anzunehmen ist, dass sich international anerkannte Kandidaten für diese Position bewerben werden. Vielen potentiellen Bewerbern sind ja auch leider noch die katastrophalen Ausschreibungen der letzten Monate in schlechter Erinnerung."

MARBOE zeigte sich dankbar für die Gelegenheit dieses wichtige Thema endlich auch einmal im Rahmen einer medial wirksamen Aktuellen Stunde im Wiener Gemeinderat diskutieren zu können. "Solche Dinge verdienen unsere Beachtung, weil sie entscheidend dafür sind, ob Wien seinen guten Ruf als Weltstadt der Kultur halten kann."

Historisches Museum muss auch künftig spannend und publikumswirksam sein

Aus einem anderen Blickwinkel setzte sich VP-Kultursprecher Dr. Andreas SALCHER mit dem Thema auseinander. "Für mich gibt es nur zwei Arten von Museen: Jene, in die man gerne hinein geht und jene, die einen an eine Strafexpedition aus Schulzeiten erinnern." Er, SALCHER, hoffe, dass das Historische Museum auch künftig in die erste Kategorie falle. "Ein Museum ist nur dann gut, wenn es auch gut besucht wird. Erst das ist der Beweis dafür, dass es dort spannende Ausstellungen gibt."

Der Kultursprecher äußerte die Sorge, dass das Historische Museum künftig "zu kalt und kopflastig" werde. "Ich will dass dieses Museum ein Stadtmuseum, ein historisches Museum und vor allem ein Wiener Museum bleibt", so SALCHER. Die Ausgliederung, deren Ursprünge ja in einer Initiative der Wiener VP lagen, sei gut und richtig, "die Zeit wird zeigen, ob es Mailath-Pokorny gelingt, dass das Historische Museum die Ansprüche erfüllen wird können".

SALCHER bezeichnete es aber als positiv, dass dieses wichtige Thema so intensiv im Gemeinderat diskutiert werde. "Ich kenne keine andere Stadt auf der Welt, in der sich das Stadtparlament im Rahmen einer Aktuellen Stunde qualitativ und quantitativ die Zeit nimmt, über die Ausgliederung ihres Historischen Museums zu diskutieren."

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