Housing Cultures - Convergence & Diversity

Internationaler Wohnbauforschungskongress - 1.-5. Juli 2002, Universität Wien (Neues Institutsgebäude & Campus Altes AKH)

Wien (OTS) - Das "European Network for Housing Research" (ENHR) veranstaltet jedes Jahr eine mehrtägige Forschungskonferenz - heuer findet dieser mit Unterstützung der Stadt Wien veranstaltete Kongress erstmals in Wien statt. ENHR ist eine internationale Vereinigung von Forschungseinrichtungen und ForscherInnen auf dem Gebiet des Wohnbaus und der Stadtplanung. Erwartet werden mehr als 500 hochrangige ExpertInnen aus ganz Europa, aber auch aus anderen Teilen der Welt.

Dass beim Thema "Housing Cultures" die Wahl auf Wien als Austragungsort der Konferenz fiel, ist kein Zufall. Einerseits spielt Wien als Migrationsstadt und Begegnungsstätte zwischen Ost und West eine wichtige Rolle, und andererseits ist Wien für seinen vielfältigen öffentlichen Wohnbau weltberühmt.

Thema "Wohnkulturen"

Das Generalthema "Housing Cultures - Convergence & Diversity", also "Wohn-Kulturen", ist durchaus wörtlich zu verstehen: Gerade im Wohnbau treffen unterschiedliche Kulturen - soziale ebenso wie ethnische - aufeinander. Bei der Konferenz geht es vornehmlich darum, die Anforderungen an den Wohnbau der Zukunft zu definieren: Wie werden sich Familien- und Haushaltsformen in den nächsten Jahrzehnten entwickeln, welche Wohnformen werden nachgefragt werden, und wie kann sich eine Stadt, die eine soziale Wohnungspolitik für alle verfolgt, auf diese neuen Herausforderungen vorbereiten? Dies gilt für die Wohnbaupolitik ebenso wie für Planung, Architektur, Soziologie , Ökonomie und Ökologie. Der Kongress soll hier entscheidende Impulse liefern. Um nur einige Beispiele zu nennen:

- Peter Marcuse, Professor für Stadtplanung an der Columbia University, New York, wird in seinem Eröffnungsvortrag die Entwicklung staatlicher Wohnungspolitik unter den Bedingungen der zunehmenden Globalisierung umreißen.

- Sharon Zukin vom Brooklyn College beschäftigt sich mit der hochaktuellen Frage des Wiederaufbaus von Lower Manhattan nach der Zerstörung des World Trade Centers, anhand derer sie zeigt, wie ein traditioneller Finanzstandort sich langsam in eine Wohngebiet gewandelt hat und welche Fragen das aufwirft.

- Walter Siebel, Professor für Soziologie an der Oldenburger Carl von Ossietzky-Universität, widmet sich einer Kernfrage der Konferenz:
Wieweit stimmen die Vorstellungen, die Planer und Politiker von "idealen" Wohnverhältnissen haben (bzw. hatten), noch mit den immer differenzierteren Bedürfnissen, Verhaltensweisen und Wünschen der BewohnerInnen überein, und was ist zu tun?

Das vollständige Programm der Veranstaltung finden Sie im Internet unter http://www.enhr2002.at oder direkt bei:

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