SJÖ fordert Freigabe von Cannabis

Kollross: Fordere Abkehr von Politik der Doppelmoral!

Wien (OTS) - Anlässlich des internationalen Tages gegen Drogenmissbrauchs und illegalen Drogenhandel fordert Andreas Kollross, Verbandsvorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich, die Freigabe von Cannabis. "Das derzeitige Verbot, das Cannabis mit Heroin in einen Topf wirft, kriminalisiert die KonsumentInnen zu Unrecht. Der Vergleich von Heroin und Cannabis ist unhaltbar und unverhältnismäßig" erklärte Kollross.

Kollross begrüßt den Vorstoß des steirischen SP-Landesrates Kurt Flecker, der eine Diskussion zur Legalisierung von Cannabis fordert:
"Es gibt nichts, das rational gegen eine Legalisierung spricht. Selbst der illegale Drogenhandel könnte damit empfindlich geschwächt werden. KonsumentInnen kommen dadurch oft erst gar nicht mit Heroin oder Kokain in Kontakt. Für den Erfolg steht das Amsterdamer Modell, das einen Rückgang von Heroin-Abhängigen um mehr als 30 Prozent verzeichnen kann."

Die Diskriminierungspolitik von Cannabis-KonsumentInnen hat für Kollross in der Forderung nach verpflichtenden Drogentests im Straßenverkehr einen weiteren Höhepunkt erfahren: "Diese Tests sind nicht in der Lage, die Fahrtüchtigkeit festzustellen. Feststellbar ist nur, ob die Testperson innerhalb der letzten Wochen Drogen konsumiert hat."

Kollross fordert eine Abkehr von der Politik der Doppelmoral in einer Gesellschaft, in der die Droge Alkohol legal ist: "Es sollte der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Realität Rechnung getragen werden. Cannabis ist nicht gefährlicher als Alkohol, und es grenzt an Machtmissbrauch, dass eine breite Schicht von Cannabis-KonsumentInnen ins kriminelle Eck gedrängt wird."

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