AK fordert mehr Kontrollen und Kostenwahrheit im Straßengüterverkehr (2)

Wien (AK) - Mehr Kostenwahrheit im Straßengüterverkehr, die Einführung der Lkw-Maut mit mindestens 29 Cent pro Tonne und Kilometer, verschärfte Kontrollen zur Einhaltung der Verkehrs- und Sozialvorschriften, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit für die Lenker sowie strafrechtliche Verfolgung von Schwarzunternehmern: Das fordert die AK anlässlich der Veranstaltung EU Erweiterung und Alpentransit. Bestätigt und untermauert werden die AK-Forderungen durch Reinhold Deussner vom Österreichischen Institut für Raumplanung und Max Herry, Verkehrsplaner. Tenor der Referenten:
Der Lkw-Verkehr ist einer der Hauptverursacher von Umweltbelastungen.

Reinhold Deussner vom Österreichischen Institut für Raumplanung weist bei der heute, Mittwoch, stattfindenden AK-Veranstaltung auf den starken Anstieg der Emissionen aus dem Lkw-Verkehr hin: "Die technischen Verbesserungen der Lkw-Motoren - sie wurden vor allem durch den Transitvertrag vorangetrieben - werden durch die massive Verkehrszunahme teilweise wettgemacht: Die Umweltbelastung vor allem durch Kohlendioxide nimmt weiter stark zu." Der Lkw-Verkehr ist einer der Hauptverursacher von Umweltbelastungen. Lkws stoßen allein auf den Autobahnen und Schnellstraßen mehr als doppelt so viele Tonnen Stickoxide aus als sämtliche österreichische Wärme- und Heizkraftwerke zusammen. Daher fordert die AK seit langem mehr Kostenwahrheit im Straßengüterverkehr, die Einführung der Lkw-Maut mit mindestens 29 Cent pro Tonne und Kilometer und bessere Arbeitsbedingungen für die Lenker.

Herry: Mehr Kontrollen
Auch Max Herry weist darauf hin, dass die Wegekosten im Güterverkehr nicht gedeckt sind. "Die geplante Lkw-Maut hilft hier, diese Kluft zu verringern," so Herry. Der Transitverkehr ist aber nur ein Teil der gesamten Problematik. Die Beitrittsländer haben massive Kostenvorteile, denn der Faktor Arbeit ist der weitaus wichtigste Kostenfaktor im Straßengüterverkehr: Die Personalkosten machen im EU-Schnitt 30 bis 50 Prozent, in den Beitrittsländern im Osten rund 15 Prozent der Gesamtkosten aus. Besonders problematisch ist aber auch, dass die Lkw-Frächter Kosten durch illegale Praktiken zu Lasten der Lenker und Verkehrssicherheit einsparen: Die Preise müssten bei Einhaltung der Gesetze um mindestens 50 Prozent höher sein. Daher verlangt die AK verschärfte Kontrollen der Einhaltung der Verkehrs-und Sozialvorschriften, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit für Lenker und die strafrechtliche Verfolgung von Schwarzunternehmern.

(Forts.)

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