Prammer fordert finanzielle Absicherung der Familienhospiz - Pflegegeld nicht dafür heranziehen

Wien (SK) SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer betonte am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer, dass das Pflegegeld keinesfalls zur finanziellen Absicherung der Karenzierten während der Sterbebegleitung herangezogen werden dürfe. Sie forderte einen Rechtsanspruch auf eine finanzielle Absicherung für Karenzierte. ****

Anlass war eine Pressekonferenz anlässlich einer Studienreise nach Schweden, wo die Familienhospiz finanziell abgesichert ist, sowie der gestrige Sozialausschuss, wo das Thema behandelt wurde. Wenn man den Vergleich mit Österreich eingehe, könne man sich nicht auf einen Ausgleichsfonds, wie von Seiten der Regierungsparteien vorgeschlagen, verlassen. Die finanzielle Sicherstellung eines solchen sei nicht gegeben. "Was ist, wenn im FLAF kein Geld mehr ist", stellte Prammer in den Raum. Personen mit geringem Einkommen könnten sich nicht auf die Unsicherheit einlassen: "gibt es Geld, oder gibt es keines". Sie benötigen einen Rechtsanspruch.

Auch dem Vorschlag, das Pflegegeld für die Familienhospizkarenz heranzuziehen, erteilte Prammer eine Absage. Beides wären "verschiedene Paar Schuhe". Die Pflege werde von dafür qualifizierten Institutionen und Personen getätigt, während die sterbebegleitende Person für die emotionale Seite zuständig sei. (Schluss) up

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