Morgen Donnerstag: Pressekonferenz um 11.00 Uhr

"Plattform gegen § 209 - Kein neuer § 209!"

Wien (OTS) - Wir erlauben uns, die VertreterInnen der Medien auf folgenden Termin hinzuweisen: Die Plattform gegen § 209 lädt anlässlich der Aufhebung des § 209 eine Pressekonferenz unter dem Titel "Kein neuer § 209!"

Kaum ist das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes veröffentlicht, wird mancherorts auch schon ein neuer § 209 gefordert und dem VfGH unterstellt, eine sogenannte "Ersatzregelung" angemahnt zu haben.

Zur Unrichtigkeit dieser Darstellung, zur Rehabilitierung der über 1500 bekannten Opfer des § 209 und zur Gefährlichkeit eines neuen § 209 für Jugendliche nehmen PolitikerInnen, ExpertInnen und Betroffene Stellung.

NR Abg. Mag. Andrea KUNTZL (Bundesgeschäftsführerin der SPÖ),
NR Abg. Mag. Eduard MAINONI (Mitglied des Justizausschusses - FPÖ), NR Abg. Mag. Ulrike LUNACEK (Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte - Grüne),
Mag. Heinz PATZELT (Generalsekretär amnesty international Österreich),
Univ.-Prof. Dr. Max FRIEDRICH (Kinder- und Jugendpsychiater - AKH Wien),
Wiener KINDER- und JUGENDANWALTSCHAFT,
eine/e VertreterIn der BUNDESJUGENDVERTRETUNG,
Michael WODITSCHKA (als 19jähriger Zivildiener nach § 209 Verurteilter, Beschwerdeführer vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof),
Wolfgang WILFLING (vor Verbüßung einer fünfmonatigen Haftstrafe wegen § 209 ("Liebesbrief-Fall"), Beschwerdeführer vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (Eilverfahren)

Moderation: RA Univ.-Lekt. Dr. Helmut GRAUPNER (Sprecher der Plattform gegen § 209; am VfGH-Verfahren beteiligt)

Zeit: Morgen Donnerstag, 27. Juni 2002, 11.00 Uhr
Ort: Cafe Landtmann, Landtmannsaal, 1010 Wien

Die VertreterInnen der Medien sind herzlichst eingeladen.

In der überkonfessionellen und überparteilichen Plattform gegen § 209 haben sich 1991 über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209 StGB verankerte diskriminierende zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahren ausschließlich für homosexuelle Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zur allgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigen Mindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform gehören neben nahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung auch allgemeine Organisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften Tirol und Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.

Rückfragen & Kontakt:

Plattform gegen § 209
Tel.: 0676/417 2040,
office@paragraph209.at,
http://www.paragraph209.at

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