ARBÖ: Vorsicht Falle! "Bella Italia" kann ganz schön teuer werden - Neue 0,5 Promillegrenze, Fahren mit Licht am Tag, A-Pickerl nicht vergessen

Wien (ARBÖ) - "Bella Italia" sorgt wieder einmal kurz vor Start
des Urlauberreiseverkehrs für Überraschungen: Ab 1. Juli gilt in Italien die neue 0,5 Promillegrenze und auch das Fahren mit Licht am Tag ist verpflichtend, berichtet der ARBÖ.

Während Motorradfahrer ab 1. Juli immer mit eingeschaltenem Abblendlicht unterwegs sein müssen, gilt das Fahren mit Licht am Tag für Autofahrer tagsüber nur auf Autobahnen. Vorsicht Falle bei Niederschlag: Bei Niederschlag gilt auf den Autobahnen Italiens ein generelles Tempolimits von 110 km/h. Laut ARBÖ-Verkehrsexperten ist mit Verkehrskontrollen der italienischen Polizei mit Sicherheit zu rechnen.

A-Pickerl nicht vergessen

Italienreisende Autofahrer sollten beispielsweise ihr Länderkennzeichen - das sogenannte "A-Pickerl" - wirklich am Auto aufgeklebt haben. Für dieses Vergehen kann in Italien sogar der Führerschein entzogen werden, wie österreichische Urlauber schon erfahren mussten. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen wissen im Zusammenhang mit anderen Verkehrsdelikten auch von Beschlagnahmungen, dem Entzug von Dokumenten und hohen Geldstrafen.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert erläutert zum Länderkennzeichen: "Das Aussehen des Unterscheidungszeichens ist im Kraftfahrgesetz genau geregelt und muss diesen Vorschriften entsprechen. Das Anbringen diverser Varianten in nicht gesetzesgemäßer Ausführung wäre ebenfalls strafbar. Auch die sogenannten EU-Kleber, die zumindest in Österreich bis zur Einführung der EU-Kennzeichen unter gewissen Voraussetzungen toleriert werden, ersetzen nicht das derzeit erforderliche Unterscheidungskennzeichen."

Strafen im Ausland

Die Frage, ob man die "Strafzetteln" aus dem Ausland auch wirklich bezahlen muss und in weiterer Folge, ob eine im Ausland begangene Verwaltungsübertretung in Österreich verfolgt werden kann, wird auch an den ARBÖ immer wieder gestellt.

Derzeit gibt es nur mit der Bundesrepublik Deutschland ein sogenanntes Vollstreckbarkeitsübereinkommen. Das bedeutet, dass der "Strafzettel" nach Österreich nachgeschickt und - ab einem gewissen Strafbetrag - von den hiesigen Behörden exekutiert wird. Mit anderen Ländern gibt es keine Abkommen. In diesen Fällen kann bei einer Wiedereinreise, sofern man von der Exekutive kontrolliert wird, der offene Strafbetrag eingehoben werden, warnt der ARBÖ.

Unbedingt vor Antritt der Urlaubsreise ist das Einholen von Informationen über landesübliche Tempolimits und andere Verkehrsregeln zu empfehlen. Diese können anderen Bestimmungen als in Österreich unterliegen und vor allem strenger geahndet werden, so der ARBÖ abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 891 21-244
e-mail:presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR