Aufschwung der österreichischen Exportwirtschaft festigt sich

Bartenstein: "Motor der österreichischen Wirtschaft läuft bereits auf Hochtouren, aber noch große Chancen auf Wachstum

Wien (BMWA-OTS) - Österreichs Exporte konnten sich 2001 in einem weltwirtschaftlich schwierigen Umfeld ausgezeichnet behaupten und sind um 6,5 % gewachsen, während die Gesamtexporte der EU im gleichen Zeitraum nur um 4,6 % zugenommen haben und die Weltexporte (gemessen in US-Dollar) sogar um 4 % zurückgegangen sind. Für heuer geht die soeben vom Institut für Höhere Studien (IHS) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit fertiggestellte Außenhandelsprognose von einem österreichischen Exportwachstum von 4,1 % aus. "Exporte sind einer der stärksten Motoren für die österreichische Wirtschaft, und das IHS-Ergebnis zeigt, dass dieser Motor bereits auf hohen Touren läuft. Es gibt aber immer noch große Chancen auf weiteres Wachstum", erklärte Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute. ****

Österreich müsse sich zu einem noch stärkeren Export-Standort entwickeln und die derzeitige Export-Quote von 34 % wesentlich gesteigert werden, weil andere europäische Länder auf fast den doppelten Wert kommen, forderte der Minister. Dass im Vorjahr die Eintausend-Milliarden-Schilling-Marke (entspricht 72,7 Milliarden Euro) überschritten worden ist, bedeutet für ihn eine gute Basis für die nächsten Jahre. "Jetzt geht es darum, dass Österreichs Unternehmen sich ihrer Exportchancen bewusst werden und sie aktiv nützen, zumal die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien hervorragende Möglichkeiten für die internationale Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen bieten", so Bartenstein. Rund 50 heimische Konzerne besitzen in ihren Sparten Plätze unter den TOP 5 der Weltwirtschaft, viele andere unterschätzen jedoch, wie hochwertig und exportfähig ihre Produkte in Wirklichkeit sind, ortet der Minister ein großes Entwicklungspotenzial.

Nach der IHS-Studie werden die österreichischen Exporte im Jahr 2002 auf 78 Milliarden Euro wachsen, verglichen mit 74 Milliarden Euro im Vorjahr. Im Jahr 2003 dürfte die österreichische Wirtschaft Waren im Wert von 83 Milliarden Euro exportieren. Die Exportquote -der Anteil der Warenexporte am BIP - wird damit weiter steigen: auf 36 % im heurigen und 37 % im nächsten Jahr. Noch 1996 hatte sie gerade 25 % ausgemacht.

Für die Importe prognostiziert das IHS für das laufende Jahr eine Wachstumsverlangsamung auf 3,1 % verglichen mit 5 % im Jahr 2001. Dies ist vor allem auf das generell verminderte Welthandelsvolumen zu Jahresbeginn zurückzuführen. Zusätzlich dämpften sinkende Preise den Wert der Importe in der ersten Hälfte des laufenden Jahres, da der in den letzten Jahren besonders von den Energie- und von den Lebensmittelpreisen ausgehende Inflationsdruck weggefallen ist. Mit zunehmender Belebung der Weltwirtschaft werden auch Importvolumen und Weltmarktpreise wieder steigen. Für 2003 geht das IHS daher von einer Zunahme der österreichischen Warenimporte um 6,8 % auf 87 Milliarden Euro (nach 81 Milliarden Euro im laufenden Jahr) aus.

Das österreichische Handelsbilanzdefizit wird sich laut IHS somit von 3,6 Milliarden Euro (1,7 % des BIP) im laufenden Jahr auf 3,1 Milliarden Euro (1,4 % des BIP) im nächsten Jahr verringern.

Eine Tabelle mit den Hauptergebnissen der Außenhandelsprognose ist auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (http://www.bmwa.gv.at) unter "News" zu finden.

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