FRAUEN UND MÄNNER IM STRAßENVERKEHR - DIE GROßE UNBEKANNTE?

Wer fährt besser, wer schlechter? Kann man überhaupt differenzieren? Fest steht - geht es um erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und einen geringeren Schweregrad bei Unfällen haben Frauen die Nase vorn - so das KfV

Wien (OTS) - Schwaches Geschlecht - stark im Straßenverkehr?

"In punkto Sicherheit im Straßenverkehr, liegt das "starke Geschlecht" im Hintertreffen", so Mag. Gabriele Teufl-Kral, vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), bei einem Pressebrunch mit Generali Gruppe, Europ Assistance, Dolphin Technologies und KfV, wo es um die technischen und menschlichen Aspekte rund ums Thema "Mobile Sicherheit" geht. Zumindest statistisch dürfen sich Frauen als die sichereren Autofahrer fühlen: Laut Unfallstatistik 2001 waren 74 Prozent der im Straßenverkehr Getöteten männlich, nur 26 Prozent weiblich. Bei den Verunglückten waren immerhin noch 57 Prozent Männer und 43 Prozent Frauen. Beinahe doppelt soviele Männer als Frauen (67% zu 33%) sind als Fahrzeug-Lenker am Straßenverkehr beteiligt. Aber -83 Prozent der Männer und nur 17 Prozent der Frauen werden als Fahrzeug-Lenker im Straßenverkehr getötet.

Männer verursachen die schwereren Unfälle

Laut einer KfV-Studie würden, bezogen auf die Kilometer-Leistung, etwa gleich viele Unfälle von weiblichen und männlichen Verkehrsteilnehmern stattfinden. Allerdings mit unterschiedlichem Schweregrad. Frauen sind die sozial verantwortungsbewussteren und vorsichtigeren Fahrer. Sie schnallen sich häufiger an (Anschnallquote ist rund 10% höher als bei Männern), kommen seltener ins Schleudern und lediglich rund 10 Prozent der erwischten alkoholisierten Lenker sind Frauen. Verstärkt unfallbeteiligt sind Frauen hingegen an ungeregelten Kreuzungen bzw. beim Einbiegen. Schwerere Unfälle sind meist bei Männern zu finden. Männer leben im Straßenverkehr eher ihre Emotionen aus und kompensieren hier ihre Gefühle. Sie neigen eher zu Raserei, Aggressivität und Selbstüberschätzung - verfügen jedoch über erhöhtes fahrtechnisches Geschick. In Alleinunfälle sind vor allem die jungen Lenker zwischen 18 und 20 Jahren überproportional verwickelt.

Mehr Sicherheit im Auto

Untersuchungen zeigen, dass sich weibliche Fahranfänger (69%) wesentlich stärker unfallgefährdet fühlen als männliche (45%). "Um ein größtmögliches Maß an Sicherheit herzustellen, können Sicherheitseinrichtungen im Auto, wie zum Beispiel automatische Notfallsysteme hilfreich sein. Das KfV begrüßt derartige technische Einrichtungen, sofern diese den Lenker nicht vom Verkehrsgeschehen ablenken", so Teufl-Kral. Sicherheitssysteme, die mit einer Notfallzentrale verbunden sind, bieten für Angehörige beiderlei Geschlechts eine reelle Unterstützung. Vor allem im Hinblick darauf, dass 70 Prozent der Getöteten auf Österreichs Straßen sofort an der Unfallstelle bzw. 20 Prozent in den nächsten 24 Stunden sterben. Immer wieder entstehen durch unglückliche Zufälle Unfälle, die zu spät entdeckt wurden, sodass Lenker unnötigerweise sterben. Ein im Wagen installiertes Notfallsystem könnte den Unfall wahrnehmen, gegebenenfalls Kontakt mit dem Unfallopfer aufnehmen und auf alle Fälle die Rettung anfordern. Auch wenn nur ein Menschenleben gerettet werden könnte, wäre es sinnvoll so ein System zu installieren. "Warum suchen wir nicht öfter im Sinne unserer persönlichen Sicherheit nach Unterstützung, wie zum Beispiel durch ein Notfallsystem oder eine verbesserte Ausbildung. Bei unserer persönlichen Sicherheit sparen wir und für alles andere zahlen wir -Sicherheit wächst nicht auf Bäumen", meint Teufl-Kral.

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