Pröll: Niederösterreich im künftigen Europa Gewicht verleihen

Späth: Regionen sind treibende Kraft - 2000 Gäste bei Sommernachtsfest St. Pölten (OTS) - "Es kann uns nicht egal sein, welche Rolle Niederösterreich auf diesem Kontinent in Zukunft spielen wird. So ist Niederösterreich vom Nachläufer zum Trendsetter geworden. Die Hände dürfen aber nicht in den Schoß gelegt werden, denn die großen Herausforderungen kommen erst", so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll beim traditionellen Sommernachtsfest der VP NÖ auf Schloss Laxenburg, bei dem er 2000 Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Politik begrüßen konnte. Im Zentrum dieses Festes stand auch im heurigen Jahr Europa und die Europäische Erweiterung. Ehrengast war Prof. Dr. Lothar Späth, ein - wie Pröll ihn bezeichnete - "weitblickender Europäer, ein kritischer Vordenker und ein echter Freund Niederösterreichs".

Der Landeshauptmann wies auf die Herausforderungen, die Niederösterreich auf dem europäischen Weg zu bewältigen hat, hin. "Es ist für viele noch nicht vorstellbar, dass es schon in 18 Monaten so weit sein könnte mit der Erweiterung. Deshalb geht es bei der nächsten Wahlauseinandersetzung nicht um Macht, sondern um die Voraussetzungen, dass Niederösterreich genug Gewicht auf europäischer Ebene hat", so Pröll.

Für Lothar Späth, von CDU/CSU-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber als zukünftiger Minister für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Aufbau Ost vorgesehen, sind die Regionen "die treibende Kraft in Europa". Die "große Stärke der EU liegt in ihrer Vielfalt und der Vielfalt ihrer Regionen". So hat er nichts gegen eine europäische Verfassung, aber sie darf keinen Nationalstaat nachbilden wollen. "Europa muss zwischen den Menschen entstehen mit Flexibilität, Vielfalt und nicht zu viel Druck", so Späth.

Eine finale Diskussion müsse noch nicht geführt werden: "Die Baustelle in Europa wird eine lange Baustelle sein. Erinnern wir uns an die Dome, die über Jahrhunderte eine solche gewesen sind. Eine zentrale Rolle dabei nehmen die Regionen ein. Sie müssen aber ihre Spielräume, ihre eigene Struktur und ihre Identität behalten. Wenn wir das schaffen, und trotzdem begeisterte Europäer bleiben, und wissen, dass es sich um einen langen Prozess handelt, laufen wir nicht in Gefahr in einen Bürokratismus zu verfallen", betonte Späth.

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