Jerusalem: Fingerabdrücke in Wiener Schule gespeichert

Grüne protestieren gegen Abnahme von Fingerabdrücken in Wiener Gymnasium

Wien (Grüne) - Direktor Mathubers neuester Streich: Wie der ORF Wien berichtet, werden die Fingerabdrücke der SchülerInnen im Gymnasium Polgarstraße gespeichert, um die Essensausgabe zu erleichtern. Dieser Eingriff in die Privatsphäre ist dort offenbar niemandem böse aufgestoßen. Gemeinderätin Susanne Jerusalem vermutet, es könnte sich um ein typisches Mathuber-Projekt handeln, der ja schon einige Male für Aufsehen gesorgt habe. Zunächst hatten viele Lehrer wegen seines autoritären Führungsstils fluchtartig die Schule verlassen, nunmehr leistet r offensichtlich einen Beitrag zum gläsernen Menschen, so Jerusalem.

Jerusalem verweist auf einen der letzten Streiche von Direktor Mathuber, der an seiner Schule unter dem Titel "Kopfgeld" bekannt wurde. Direktor Mathuber setzte eine Prämie in der Höhe von 5000,-Schilling aus, um sachdienliche Hinweise zur Ausforschung eines Schülers zu erhalten, der willkürlich einen Wasserschaden verursacht hatte. Der Bitte der Grünen die ganze Angelegenheit zu untersuchen, war Dr. Kurt Scholz, damaliger Präsident des Wiener Stadtschulrates auch nachgekommen. Die Vorgangsweise von Matthuber wurde danach "nicht gut geheißen", allerdings konnte auch nichts dagegen unternommen werden.

Jerusalem: "Direktor Mathuber ergänzt die Aufforderung zum Vernadern nunmehr mit einem Eingriff in die Privatsphäre". Noch heikler aber werde die ganze Angelegenheit, wenn man die beiden Geschichten "Kopfgeld" und "gläserner Mensch" zusammendenke. In Hinkunft könnte sich nämlich Mathuber das Kopfgeld sparen, verfüge er doch nunmehr über Fingerprints aller SchülerInnen. "Nun sind die Juristen im Stadtschulrat gefordert. Sie müssen prüfen, ob Herr Mathuber nicht ein Fall für die Disziplinarkommission ist", so Jerusalem abschließend.

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