KfV: Entscheidender Tag für die Verkehrssicherheit

Vier-Parteienantrag für Mehrphasenausbildung und mögliche Einigung zur Einführung von Bluttests für Drogenlenker

Wien (OTS) - "Wenn der Verkehrsausschuss des Nationalrats heute
die Einführung der Mehrphasenausbildung für Fahranfänger beschließt und auch eine Einigung über verbindliche Bluttests für durch Drogen beeinträchtigte Lenker erzielt, so leisten die Abgeordneten des Verkehrsausschusses eine wesentliche Weichenstellung für mehr Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen" meint Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Mehrphasenausbildung gegen Anfängerrisiko

"Das KfV begrüßt den Vier-Parteienantrag zur langjährig geforderten Mehrphasenausbildung, einer verbesserten Führerscheinausbildung. Internationale Erfahrungen zeigen, dass das System zu einer Reduktion der Unfälle führt. Es freut uns, dass alle Parteien die Bedeutung der Mehrphasenausbildung erkannt haben und sich damit für eine verbesserte Fahrausbildung ausgesprochen haben, denn: jeder zweite tödliche Unfall der 18-20-jährigen Fahranfänger ist ein Alleinunfall! Durch eine bessere Ausbildung und ein besseres Fahranfängertraining können viele Unfälle verhindert werden", so Thann.

Das Modell der Mehrphasenausbildung wurde gemeinsam vom KfV mit den Autofahrerclubs ARBÖ und ÖAMTC, dem Verkehrsministerium, dem Fachverband der Fahrschulen und der Initiative für Fahrsicherheitstraining, die mit der Aktion "Road Expert" wesentliche Pionierarbeit geleistet hat, erarbeitet.

Gleichstellung von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr

"Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert seit langem die gesetzliche Möglichkeit einer Blutabnahme im Verdachtsfall", betont KfV-Direktor Dr. Othmar Thann, um "endlich eine Gleichstellung der beiden Beeinträchtigungsgründe Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zu erzielen. Mit dem heutigen Beschluss im Verkehrsausschuss könnten raschest konkrete Maßnahmen gesetzt werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen".
"Die gesetzliche Möglichkeit einer Blutabnahme im Verdachtsfall, würde der Exekutive das Vorgehen gegen drogenverdächtige Lenker erleichtern", so Thann, der das vom KfV entwickelte Stufenmodell erläuterte: "Zuerst müssen durch die Exekutive deutliche Anzeichen von Fahruntauglichkeit festgestellt und eine Alkoholisierung ausgeschlossen werden. Erst dann folgt Stufe zwei: Eine klinische Untersuchung durch den Amtsarzt. Wird dabei der Verdacht auf eine Drogenbeeinträchtigung erhärtet, folgt schließlich als dritte Stufe die Blutuntersuchung." Eine Verweigerung der Blutabnahme würde analog den Bestimmungen für Alkohol zu einem Führerscheinentzug, einer Nachschulung und einer Geldstrafe führen.

Beide Maßnahmen könnten Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten.

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