Spekulationsfall 5: Ehemalige GemeindemieterInnen in Not

SP-Schildbürgerstreich beim Verkauf Witzeslbergergasse 27

Wien (Grüne) - "Manchmal macht mich der Umgang der SP-Verantwortlichen mit GemeindemieterInnen und mit städtischem Vermögen einfach sprachlos", kommentiert David Ellensohn, Wohnbausprecher der Wiener Grünen, den Verkauf des Städtischen Wohnhauses Witzelsbergergasse 27 im 15. Wiener Gemeindebezirk. Das direkt neben der Schmelz gelegene Objekt diente seit 1925 der Stadt Wien als Wohnhaus und wurde von Wiener Wohnen Ende 2000 an die Wabitsch Immobilien GmbH & Co KG verkauft. Die neue Eigentümerin, Stadtrat Faymann von seinen Problem- und Spekulationshauslisten bekannt, versucht nun AltmieterInnen gerichtlich zu kündigen.

"Die Stadt Wien hat es 75 Jahre lang, nicht der Mühe wert gefunden, die Witzelsbergergasse 27 den modernen Anforderungen anzupassen und zu sanieren. Im Gegenteil: Verkauf an eine Firma, die in der Spekulationshausliste aufgeführt wird, die ehemaligen GemeindemieterInnen werden ihrem Schicksal überlassen. Der jetzige Eigentümer will natürlich Gewinn aus dieser Investition schlagen, z.b. durch den Dachbodenausbau oder durch Neuvermietung nach vorheriger Kündigung." erklärt Ellensohn. "Mehrere Mieter und Mieterinnen sind durch fadenscheinige Räumungskündigungen bedroht. Duschen, die vor 10, 20 Jahren eingebaut wurden, werden plötzlich zum Kündigungsgrund. Das ist das Ergebnis von Faymanns Abverkauf," moniert der Wohnbausprecher der Grünen.

Ellensohn: "Der Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus nimmt an einer MieterInnenversammlung teil und erklärt den Betroffenen, dass sie nicht so einfach gekündigt werden können und die Stadt sich um sie kümmern würde. Wäre das Ganze nicht so traurig, könnte man meinen, es handle sich um einen Schildbürgerstreich."

"Das Ergebnis der kozeptlosen Verkaufsaktion am Beispiel der Witzelsbergergasse 27 ist erschütternd: In etwa 17 Gemeindewohnungen in einem sehr schön gelegenen Altbau weniger, der neue Eigentümer darf kräftig an einem Dachbodenausbau verdienen, ehemalige GemeindemieterInnen sind ohne eigene Schuld in Gerichtsverfahren verstrickt und die SPÖ schickt ihre Hilfstrupps aus, um selbstgemachte Fehler auszubügeln. Ein schlechter Witz..."

"Dieser konzeptlose Abverkauf zeigt das Chaos, das diese Stadtregierung hinterlässt und wie uninteressiert Stadtrat Faymann an einem geordneten Verkauf seiner Immobilien ist", schließt Gemeinderat David Ellensohn.

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