Eisenbahner: Versicherungsanstalt soll über 30 Millionen Euro zahlen

Geschäftsführender Zentralsekretär Bacher: Regierung treibt Eisenbahnerversicherung in den Ruin

Wien (GdE/ÖGB). Mit zunehmender Dauer des parlamentarischen Sozialausschusses wird klar, dass die Regierung den schnellen Ruin des Sozialversicherungssystems und der Eisenbahnerversicherung anstrebt: Durch den Abänderungsantrag von FPÖVP soll die Versicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahner (VA) insgesamt mehr als 30 Millionen Euro (412 Millionen Schilling ) zahlen.++++

Der geschäftsführende Zentralsekretär der Eisenbahnergewerkschaft teilte Dienstag Nachmittag mit, dass die VA durch ihre Einbeziehung in den Ausgleichsfonds der Sozialversicherungsträger ab 2003 13,2 Millionen Euro (181 Millionen Schilling) einzahlen muss. Zusätzlich wird die VA aber auch in den Kreis jener Krankenkassen einbezogen, die bis Anfang Dezember 2003 mit einem sogenannten "Darlehen" zur Ader gelassen werden. Das bedeutet, die VA der Eisenbahnen muss zusätzlich 17 Millionen Euro als Darlehen bereitstellen.

Damit, so Bacher, unternimmt die blau-schwarze Regierung mit der 60.ASVG-Novelle eine reine "Abschöpfungsaktion", mit der die EisenbahnerInnen auf einem Schlag mit mehr als 30 Millionen Euro "bluten" müssen. Der finanzielle Ruin der Versicherungsanstalt der Eisenbahnen wird damit von der Bundesregierung schon in kürzester Zeit herbeigeführt, schlug Bacher Alarm.

ÖGB, 25. Juni 2002
Nr. 552

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