VP-SALCHER: Der Wiener SPÖ mangelt es an kultureller Intelligenz

Wien (ÖVP-Klub) Die mangelnde kulturelle Intelligenz der Wiener SPÖ thematisierte heute VP-Kultursprecher Dr. Andreas SALCHER in seiner Rede vor dem Gemeinderat: "Die kulturelle Intelligenz besteht einerseits aus der Selbstwahrnehmung und andererseits aus der Selbstkontrolle", definierte SALCHER diesen neuen Begriff. "An beidem mangelt es der SPÖ und besonders dem Wiener Kulturstadtrat in sehr erheblichem Ausmaß."***

Leider, so der VP-Kultursprecher, unterscheide sich die Selbstwahrnehmung der SP sehr stark von der Wahrnehmung, die die Öffentlichkeit von der aktuellen Wiener Kulturpolitik hat. "Die Medien berichten immer wieder über das katastrophale Klima, das die Wiener Kunst- und Kulturszene seit rund einem Jahr beherrscht. Hochrangige Wiener Künstler deponieren ihre Enttäuschung und ihren Frust und drohen damit das Land zu verlassen. Der SP-Kultursprecher hingegen nimmt das ganz anders wahr, für ihn ist die Welt immer noch in Ordnung und die tiefe Vertrauenskrise offenbar nur ein Produkt einseitiger Journalisten."

Als weiteres Beispiel erwähnte SALCHER die Covergestaltung des gestern vorgestellten Kulturberichts. Darauf ist eine Frau mit roter Fahne auf der das Motto "Feministische Forderungen sind tragbar" abgebildet. "Wenn man nun die aktuelle Vorgangsweise des Kulturstadtrates beim kosmos.frauenraum näher kennt, dann wird man feststellen, dass diese jedenfalls völlig untragbar ist." Beispielhafter für die Wiener Kulturpolitik sei die Eröffnung des Tanzhauses gewesen, bei der Barbara Klein vom kosmos.frauenraum auf der Bühne ein Transparent entrollt hatte, auf dem gefragt wurde, ob man heute wieder SPÖ-Mitglied sein müsse, um an Subventionen zu gelangen.

"Der Herr Kulturstadtrat legt ja selbst Zeugnis seiner Arbeit ab, wenn er in einer Zeitung jüngst behauptet hat, dass sein größter Erfolg die Umwandlung des Theaters an der Wien in ein Opern- und Festspielhaus sei." Zu diesem "Erfolg" sei anzumerken, dass diese Umwandlung frühestens im Jahr 2006 stattfinden werde, unter anderem weil die Finanzierung nach wie vor ungeklärt sei. "Wir haben also erstmals einen Stadtrat, dessen grösster politischer Erfolg erst nach seiner Amtszeit passieren wird."

Abschließend brachte der VP-Kultursprecher noch zwei Anträge der Volkspartei für die heutige Sitzung ein. Im ersten wird der Kulturstadtrat aufgefordert, im Sinne diesbezüglicher Ankündigungen des Bürgermeisters, dafür zu sorgen, dass es in Wien keine Theaterschließungen mehr gibt und das Theater am Auersperg gerettet wird. Der zweite Antrag befasst sich mit der Lösung und Durchführung des Figaro-Haus-Projekts, das in der Planung noch in SPÖ-ÖVP-Koalitionszeiten entstanden war.****

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