KORREKTUR: MARBOE besorgt über kulturpolitisches Klima in Wien

Wir ersuchen um Kenntnisnahme der Korrektur des zweiten Satzes der Aussendung OTS0226. Anbei die korrigierte Fassung

VP fordert Subventionsvergabe nach objektiven Kriterien!=

Wien (ÖVP-Klub) In einer sehr emotionalen Rede vor dem Wiener Gemeinderat zeigte sich heute VP-Stadtrat Dr. Peter MARBOE zutiefst besorgt über das kulturpolitisches Klima, das seit rund einem Jahr in Wien herrscht. "Plötzlich wird wieder die Frage gestellt, ob es in Wien wieder notwendig geworden ist, ein rotes Parteibuch zu besitzen, um eine Subvention zu bekommen", kritisierte MARBOE. "Ich habe eigentlich angenommen, dass die Zeiten vorbei sind, wo man sich von Parteizugehörigkeiten wieder Vorteile erhofft."****

Seit Amtsantritt der neuen Wiener Stadtregierung sei eine tiefe Vertrauenskrise zwischen den Kunstschaffenden und der Kulturpolitik festzustellen. Große Künstler hätten mittlerweile resigniert, Karl-Heinz Hackl habe beispielsweise das letzte Jahr als "kulturpolitisches Schreckensjahr" bezeichnet. Helmut Lohner will laut eigener Aussage "Österreich zutiefst enttäuscht und als Menschenfeind" verlassen. "Das sind doch alles Aussagen und Signale, die uns zu denken geben müssen. Es ist ja nicht so, dass die Wiener ÖVP diese Dinge erfindet, die Wut und die Enttäuschung kommt von den Künstlern, die SPÖ möge sich mit dieser Kritik ehrlich auseinander setzen." Das bisherige Verhalten der SP-Alleinregierung habe jedenfalls dazu geführt, dass auch international der Respekt vor Wien als Kulturstadt gesunken sei. "Angesichts der katastrophalen Ausschreibungspolitik des letzten Jahres ist ja kaum noch ein international großer Name bereit, sich in Wien für irgendetwas zu bewerben."

Zum gestern vorgestellten Kunst- und Kulturbericht merkte MARBOE an:
"Ich bin froh, dass es diesen Bericht gibt, es ist aber schon entlarvend, wenn eines der Ergebnisse dieses Berichts ist, dass man feststellt, dass in dieser Stadt im vergangenen Jahr keine einzige künstlerische Führungsposition in der Kulturszene mit einer Frau besetzt worden ist."

Prinzipielles Lob fand der VP-Stadtrat für den Ankauf der Strauß-Sammlung und der Unterstützung der Albertina durch die Stadt. "Es ist nur bedauerlich, dass diese einmaligen Sonderausgaben aus dem regulären Kulturbudget beglichen werden müssen, dadurch geschieht diese Ausgabe nämlich auf Kosten vieler kleiner Kulturinitiativen. Das sind Millionenbeträge die der Kleinkunstszene nicht mehr zur Verfügung stehen.

"Je mehr sozialdemokratisch, umso besser", dürfe nicht das Motto der Wiener Kulturpolitik sein, erklärte MARBOE. "Nach einem Jahr ist auch die Zeit der Ausreden auf die Bundesregierung oder den Amtsvorgänger vorbei. Die SPÖ müsste doch froh sein, dass sie mit ihrer absoluten Mehrheit die Möglichkeit hat, Dinge zu gestalten. Stattdessen hören wir immer wieder die gleichen Ausreden." Stadtrat Mailath-Pokorny sei nun dazu aufgerufen zu beweisen, dass er in Wien ernsthafte Kulturpolitik betreiben wolle, in der Parteipolitik keinen Platz habe. "Es ist zwar schon viel Porzellan zerbrochen worden, die Vertrauenskrise ist unübersehbar, noch ist es aber nicht zu spät in einen konstruktiven Dialog mit den Künstlern zu treten, sie und ihre Anliegen wieder ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass der Ruf Wiens als Kulturstadt von Weltformat nicht gefährdet wird."***

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