Prammer: Nachtarbeit benachteiligt vor allem Frauen

Wien (SK) Die Bestimmungen des EU-Nachtarbeitsanpassungsgesetz benachteiligt alle Arbeitnehmer, "vor allem aber die Frauen", betonte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Galt bislang der Zeitraum zwischen 22.00 und 6.00 Uhr als Nachtarbeit, so liegt die Spanne jetzt zwischen 22.00 und 5.00 Uhr. Diese Zeiteinschränkung führe dazu, dass z.B. im gesamten Gesundheitsbereich all jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die bisher für den "Frühdienst" von 5.00 bis 6.00 Uhr eine Entschädigung (Zulage) bekommen haben, aufgrund dieser neuen Gesetzesgrundlage für diesen Zeitraum keine Entschädigung (Zulage) mehr erhalten würden, kritisierte Prammer. ****

Die Folge seien erhebliche Einkommensverlusten in Niedriglohnbereichen. Hiervon betroffen sind z.B. Küchen- und Wäschereibedienstete und auch Pflegepersonal - also hauptsächlich Frauen - betonte Prammer.

Prammer kritisierte auch, dass die Regelung insgesamt sehr unternehmerfreundlich und gleichzeitig arbeitnehmerfeindlich sei. Das Recht auf einen Tag-Arbeitsplatz ist so formuliert, dass es beinahe unmöglich scheint von Nacht- auf Tagarbeit zu wechseln, wenn der Arbeitgeber nicht einlenken will. Die Ablehnung des von der Gewerkschaft geforderten sechs Minuten Zeitguthabens für jede Stunde Nachtarbeit zeige ebenfalls deutlich, in welchem Ausmaß die Regierung die Anliegen der ArbeitnehmerInnen ignoriere, so Prammer abschließend. (Schluss) up/mp/mm

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