Projekte müssen von den Menschen mitgetragen werden

LH Sausgruber und LR Schwärzler gratulierten zum Dorferneuerungspreis für das Große Walsertal

Bregenz (VLK) - Die Zuerkennung des Europäischen Dorferneuerungspreis an das Große Walsertal nahmen
Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrat Erich
Schwärzler heute, Dienstag, im Pressefoyer zum Anlass zur Gratulation. Landesrat Schwärzler sieht die Auszeichnung
"als Ehrung und als Auftrag, den eingeschlagenen Weg in
Richtung kooperative, innovative und nachhaltige
Entwicklung unserer Lebens- und Wirtschaftsräume konsequent fortzusetzen". ****

Das Erfolgsgeheimnis, das zu dieser Auszeichnung geführt
hat, erläuterte Schwärzler so: "Das Erfreuliche ist, dass
alle Projekte im Biosphärenpark in der Talschaft entwickelt
wurden. Projekte kann und darf man nicht von oben
verordnen, sondern sie müssen von den Menschen vor Ort
entwickelt und getragen werden, dann werden sie sichtbar
und wirksam."

Insgesamt haben sich 33 Länder und Regionen aus elf
Nationen am Bewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis
2002 beteiligt, die geografische Dimension reichte von
Ostpolen bis Belgien und von Sardinien bis Rumänien. Die
Jury hob folgende Erfolgsfaktoren des Biosphärenparks
Großes Walsertal hervor:
- das hoch entwickelte Bewusstsein und Engagement für den
Erhalt der natürlichen Ressourcen, was sich in der UNESCO-Zertifizierung des Großen Walsertales als "Biosphärenpark" niedergeschlagen hat;
- die gelebte Überzeugung, dass die sorgsame Bewahrung
einer Naturregion kein Widerspruch, sondern geradezu ein
Impuls auch für wirtschaliche Nutzung ist;
- die nachhaltige Waldbewirtschaftung durch den
vielfältigen Einsatz des Werkstoffes Holz im Projekt "zertifiziertes Bergholz". Die Veredelung reicht vom
konstruktiven Holzbau bis zum Möbelbau unter
partnerschaftlichem Zusammenschluss der Betrieb vor Ort;
- die Stärkung und Sicherung der kleinstrukturierten Land(wirt)schaft durch Veredelung der Produkte und
Direktvermaktung in Gastronomie und Tourismus;
- der sorgsame Umgang mit Ressourcen: aktive sowie passive
Nutzung der Sonnenenergie, Niedrigenergiehäuser, Versorgung
von 50 Prozent der öffentlichen Bauten mit erneuerbarer
Energie, Nutzung der Wasserkraft durch Kleinkraftwerke und
des anfallenden Schadholzes als Brennmaterial;
- das Bekenntis zu einer zeitgemäßen und von hoher
Detailqualität geprägten Architektur;
- die Stärkung der eigenen Identität duch ein umfassendes Bildungs- und Kulturangebot
- die große Leistung im Prozess der Bürgerbeteiligung. Im
Großen Walsertal ist es auf eindrucksvolle Weise gelungen, Menschen, die aus ihrer Geschichte heraus immer
Einzelkämpfer waren, von gemeinsamen Zielen zu überzeugen,
sie zum "grenzüberschreitenden" Tun zu bewegen und in ihnen
eine allerorts spürbare Begeisterung zu wecken.
(gw/dig,nvl)

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