Mitarbeiterloyalität wächst weltweit

Wien (OTS) - Am 9.Human Ressources World Congress in Mexico City veröffentlichte Personaldienstleister MANPOWER die Ergebnisse seiner internationalen Studie zum Thema Mitarbeiterloyalität. Diese hat in den letzten drei Jahren deutlich zugenommen - trotz mehr beruflicher Mobilität und dem Vormarsch flexibler Arbeitsformen. Auch für die nächsten 3 Jahre herrscht Optimismus.

Allerdings sind große geografische und demografische Unterschiede innerhalb der Organisation zu berücksichtigen. Aus Personalistensicht ist daher eine umfassende Strategie zur Mitarbeiterbindung besonders für multinationale Konzerne eine große Herausforderung. Auch die starke Polarisierung zwischen loyalen und illoyalen Gruppen - beide erwarten ihre Ansichten bestärkt zu bekommen - unterstreicht die Notwendigkeit, die Energien der Mannschaft nutzbringend zu kanalisieren. Es gibt kein One-for-all-Rezept. Ziel ist, den Schaden zu verhindern, den demotivierte Mitarbeiter dem Unternehmen zufügen können.

Die Loyalitäts-Studie stützt sich auf 2600 Telefoninterviews mit Personalisten in 8 Staaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Mexiko, Holland, UK und USA) und mehr als 1400 Mitarbeiterinterviews in UK und Amerika. Ihre Ergebnisse im Einzelnen:

- Die größte Loyalität herrscht in Holland, USA und Mexiko; die niedrigste in Italien und Japan

- Nach 3-5 Jahren Zugehörigkeit sackt das Bindungsgefühl deutlich ab und macht Mitarbeiter empfänglich für neue Jobangebote.

  • Frauen sind ihren Arbeitgebern treuer (76%) als Männer (68%).
  • In den USA ist die Marktführerschaft des Arbeitgebers wichtiger für den weiteren Verbleib im Unternehmen als in allen anderen Staaten.

- In kleinen Unternehmen sind Mitarbeiter anfälliger für Jobwechsel als in großen (ab 150 MA)

- Ein "starkes Team" bindet am besten, gefolgt von "offene und ehrliche Kommunikation" und "interessante und abwechslungsreiche Arbeit".

- Der öffentliche Sektor weist (wenig überraschend) die geringste Fluktuation auf.

Vier psychologische Mitarbeiterprofile werden aufgrund ihrer Loyalitäts-Merkmale identifiziert:

a. Wechselseitige Loylisten (53%):

Sie sind loyal zu ihrem Arbeitgeber, weil er es verdient. Ihr Engagement empfinden sie als vom Unternehmen erwidert und belohnt. Bis zu einem gewissen Grad ist das das ideale Szenario: ehrliche, gegenseitige Loyalität. Wechselseitige Loyalisten finden sich hauptsächlich bei Frauen, Geschäftsführern und amerikanischen Arbeitnehmern.

b. Blinde Loyalisten (19%):

Sie handeln loyal zu ihrem Unternehmen, obwohl sie diese Treue nicht erwidert fühlen. Die Herausforderung für HR Manager ist, eine positivere Erwartungshaltung in diesen Mitarbeitern zu wecken und ihre eigenen Personalpraktiken zu überdenken. Diesem Segment gehören auffallend viele Frauen und britische Arbeitnehmer an.

c. Söldner (6%)

Sie verweigern ihrem Arbeitgeber Loyalität, obwohl er sie ihrer Meinung nach verdient hätte. Nur die Hälfte von ihnen plant, in 3 Jahren noch diesem Unternehmen zu dienen. Söldner sind überdurchschnittlich oft deutlich unterhalb der Managementebene zu finden und zeigen geringe Kenntnis und Verständnis für die Unternehmenswerte.

d. Saboteure (21%)

Weder empfinden Saboteure Loyalität noch hat ihr Arbeitgeber diese ihrer Meinung nach verdient. Nur einer von vier Vertretern dieser Gruppe spricht gut über sein Unternehmen, ebenso viele kritisieren es aktiv und öffentlich. Nur knapp die Hälfte bezeichnet sich als "einigermaßen motiviert" und mehr als die Hälfte behauptet, ihr Arbeitgeber verdiene gar keine Loyalität. In der Gruppe der Saboteure finden sich besonders Männer, britische Arbeitnehmer und solche mit einem bereits 3-5 Jahre andauernden Dienstverhältnis.

Die Detail-Ergebnisse der Loyalitäts-Studie können per e-Mail bei den"HR Consultants", roland.gruen@manpower.at oder gabriele.moerth@manpower.at, angefordert werden.

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MANPOWER GmbH
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