Wiener Gemeinderat (3)

Rechnungsabschluss 2001 - Bildung, Jugend, Soziales, Information und Sport

Wien, (OTS) Die Grüne Gemeinderätin Claudia Sommer-Smolik zeigte sich grundsätzlich mit den Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt Wien zufrieden, vor allem mit jenen, für Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Weniger zufrieden sei sie mit der Situation für die unter Dreijährigen. Hier bestünde ein massiver Nachholbedarf, betonte sie. Sie brachte einige Anträge ein, u.a. einen Antrag der die Finanzierung der Ausbildung von Tagesmüttern und -vätern, nicht nur für Mitarbeiter der Stadt Wien, sondern generell regeln solle. Zwei weitere Anträge beinhalten die finanzielle Unterstützung seitens der Stadt Wien: für mobile Tagesmütter und -väter bzw. für sogenannte Springerinnen für die Betreuung von Kindergruppen. Die Grün-Abgeordnete forderte eine Senkung der Kinderhöchstzahl in den Kindertagesheimen ähnlich wie es in Finnland der Fall sei und trat weiters für die Reduzierung der Elternbeiträge und die Rücknahme der erst kürzlich eingeführten "Gutstunden-Regelung" ein.

Die Spielplätze der Stadt Wien seien nach Ansicht von Claudia Sommer-Smolik (G) in der Regel gut, doch einige entsprächen nicht dem letzten Stand. Hier sollten Experten zur Verbesserung der Spielplatzsituation herangezogen werden.

Die ÖVP-Gemeinderätin Ingrid Korosec ging sehr intensiv auf die Situation der älteren Bürger in Wien ein. Prognosen deuteten darauf hin, dass es in rund 30 Jahren doppelt so viele über 60jährige geben würde, und sich daher die Politik auf diese Veränderung der Gesellschaft einrichten müsste. Sie kündigte an, das schon einmal beantragte Landesseniorengesetz beim kommenden Landtag einzubringen.

In der Pflege von alten Menschen ortete Korosec einen Mangel an qualitativen Pflegepersonal und forderte daher auch z.B. eine Anhebung des Ausbildungsniveaus und grundsätzlich eine höhere Bereitstellung finanzieller Mittel. Im Zusammenhang mit der Erhöhung der Beiträge für die Bezahlung von Kindergartenplätzen trat sie für eine Erhöhung der Bemessungsgrundlage auch für Vollverdiener ein, für die - wie sie in Beispielen anführte - auch bei einem Einkommen von rund 2.000 Euro monatlich, nach Abzug der Fixkosten nur mehr wenig Geld für Essen bzw. Freizeitgestaltung übrig bliebe. (Forts.) hl/vo

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