FP-Frank: Jugend muß in die Wohnbauplanung miteinbezogen werden!

Finanzielle Entlastung für bleiverrohrte Wohnungen gefordert

Wien, 26-06-2002 (fpd) - Einen Offenbarungseid verfehlter sozialistischer Wohnungspolitik sieht LAbg. GR Henriette Frank in der Feststellung der Zeitschrift "Perspektiven", die den Wohnungsbedarf in Wien bis ins Jahr 2010 mit rund 860.000 Wohnungseinheiten angibt. Diese Zahl, so Frank, gibt insofern Anlaß zur Sorge, da in Wien Sanierung den Vorrang vor Neubau hat. Das bedeutet, daß durch Wohnungszusammenlegungen immer weniger Wohnraum zu Verfügung steht, andererseits jedoch durch den steigenden Bedarf von ein- und Zweihaushalten ein vermehrtes Wohnungsangebot benötigt wird.

Daß in Wien vorhandene Wohnungspotential muß daher optimal genutzt werden und es sei daher ein Gebot der Stunde, die Dachbodenausbauten zu forcieren und Wohngebiete auszubauen, die verstärkt leistbaren Wohnraum anbieten können.

In diesem Zusammenhang erinnerte Frank an das Programm der Wiener SPÖ "100 Projekte für die Zukunft Wiens", wonach bis zum Jahr 2005 Wohnhäuser mit 40.000 Wohnungen runderneuert werden sollen. Durch die Mißwirtschaft der Wiener SPÖ konnten im ersten Quartal 2002 Sanierungsvorhaben um lediglich 70 Millionen € durchgeführt werden und es bleibt abzuwarten, wie die Wiener Sozialisten bis 2003 diese Investitionen um ein Fünffaches, nämlich auf 350 Millionen € steigern wollen.

Unabhängig von der nach wie vor ungeklärten Finanzierung forderte heute GR Frank den Wiener Stadtrat Faymann auf, die Planungen und Umsetzungen der zukünftigen Sanierungen den Bedürfnissen dieser Kleinhaushalte anzupassen. Faymann, der im Amtsblatt der Stadt Wien Nr. 21 diese fachspezifische Planung in Aussicht stellte, möge in diesem Zusammenhang auch die Miteinbeziehung von Jungen Fachleuten ins Augenmerk fassen.

Für die Wiener FPÖ, so Frank, wäre es wünschenswert, daß die Jugend diese Planungen mitträgt. Schüler der einzigen Wiener Hochbau-HTL sollten künftig zu Planungsberatungen einladen werden. Damit wäre gewährleistet, daß die Jugend ihren zukünftigen Wohnraum selbst mitplant und den eigenen Bedürfnissen anpaßt. Nicht nur die Freizeitgestaltung der Jugend ist ein wichtiger und wesentlicher Sozialaspekt, auch die Möglichkeit der flexiblen Gestaltung des sozialen Umfeldes durch Einbeziehung der zukünftigen Bewohner in die Planung ist uns Freiheitlichen ein wesentliches Anliegen. Diese Forderung zielt insbesondere auf die Planung von Neubauten als auch auf die Sanierung und Wohnungszusammenlegungen ab.

Mieter mit Bleiwasserrohren müssen ihre Trinkwasser kostengünstiger beziehen!

Als zentrale Forderung der FPÖ zur Mieterentlastung bezeichnete GR Frank heute die finanzielle Entlastung jener Mieter, deren Häuser durch Bleiverrohrung eine wesentliche Verminderung ihrer Lebensqualität zu beanstanden haben. Hierbei gebe es von seiten der Stadt Wien dringenden Handlungsbedarf, da nach dem Bericht des Wiener Kontrollamtes die Empfehlung abgegeben wurde, Wasser - im Schnitt 5 bis 10 Liter - das längere Zeit in den Leitungen stand, ungenützt abfließen zu lassen. Dies bedeute weiters, daß die Bewohner solcher Anlagen erhöhten Betriebskostenbelastungen ausgesetzt seinen und daher durch das Versäumnis der Wiener Stadtregierung eine entsprechende Entlastung erhalten müßten.
Die Wiener Freiheitlichen fordern daher, den Mietern in Wohnhausanlagen, wo kornterminiertes und daher gesundheitsgefährdendes Wasser festgestellt wurde, eine entsprechende Vergünstigung ihres Trinkwassers zukommen zu lassen. Das wäre, so Frank abschließend, ein erster Schritt zur Entlastung der Mieter und müßte in weiterer Folge natürlich auch eine Sanierung der bleiverrohrten Wohnhausanlagen zur Folge haben. (Schluß) jen

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

Klub der Freiheitlichen

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW/NFW