ASFINAG: LKW-Maut Vertrag ist unterschrieben

Wien (OTS) - Heute unterzeichnete die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) mit Europpass, der österreichischen Tochter von Autostrade, den 10-Jahres Vertrag über Errichtung und Betrieb eines vollelektronischen LKW-Mautsystems. Die Vorbereitungen starten ab sofort. Europpass hat mit dem Zuschlag maximal 18 Monate Zeit, um das System in Betrieb zu setzen. Ab Oktober 2003 ist ein Probebetrieb vorgesehen.*****

Europpass ist Ende Mai als Bestbieter aus der Ausschreibung für den Betrieb der fahrleistungsabhängigen Maut für Fahrzeuge über 3,5 t höchst zulässigem Gesamtgewicht auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen hervorgegangen. Mit der heutigen Beauftragung setzt die ASFINAG den Startschuss für die Realisierung des Systems. Vorstandsvorsitzender Dr. Walter Hecke: "Mit der Beauftragung von Europpass können wir unseren Zeitplan einhalten und wie geplant mit der Errichtung des Mautsystems beginnen. Denn nur der verlässliche Start der LKW-Maut garantiert langfristig eine optimale Straßeninfrastruktur."

Antrag auf einstweilige Verfügung abgelehnt

Nach der Präsentation des Bestbieters durch die ASFINAG Ende Mai 2002 hatte die nicht zum Zug gekommene Road Service Austria (RSA) -eine Bietergruppe rund um Siemens - zwei Schlichtungsverfahren bei der Bundesvergabekontrollkommission angestrengt. Beide Verfahren wurden zurückgewiesen. Die daraus resultierenden Sperrfristen sind abgelaufen, die Beauftragung war mit heute zulässig.

Die nächsten Schritte

Die Vorbereitungen für die Errichtung des LKW-Mautsystems starten ab sofort, die straßenseitige Infrastruktur wird ab September 2002 geschaffen. Europpass setzt ebenso wie das italienische Mutterunternehmen Autostrade auf die Mikrowellentechnologie. Bis Juli 2003 werden hierfür österreichweit ca. 800 Mautabbuchungsstellen errichtet, die eine reibungslose Mauteinhebung gewährleisten. Ab Oktober 2003 wird ein Probebetrieb stattfinden. Derzeit ist von einem Starttermin spätestens am 1. Jänner 2004 auszugehen.

Das LKW-Maut-System: einfach und fair

Alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen werden auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen mautpflichtig sein. Die Bundesregierung sieht im Generalverkehrsplan für die LKW-Maut einen Durchschnittstarif von 22 Cent pro Kilometer vor, der in drei Kategorien gestaffelt ist. Die Tarife werden voraussichtlich noch im Juli 2002 vom BMVIT in Zusammenarbeit mit dem BMF per Verordnung festgelegt. Die Höhe der Maut richtet sich nach der Anzahl der Achsen, hierfür sind 3 Kategorien vorgesehen: Fahrzeuge mit 2 Achsen (Kategorie 2), Fahrzeuge mit 3 Achsen (Kategorie 3) und Fahrzeuge mit 4 und mehr Achsen (Kategorie 4).* Die drei Kategorien bieten die notwendige Überschaubarkeit für den Nutzer und ermöglichen eine betriebssichere und effiziente Mauteinhebung. Für die ASFINAG ergeben sich aus der LKW-Maut ab 2004 pro Jahr Mehreinnahmen von rund EUR 600 Mio., die zweckgebunden in den Bau und die Erhaltung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen fließen. (Ende)

* Kategorie 1 = PKWs und Motorräder an den bestehenden Mautstellen

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Mag. Marc Zimmermann

Unternehmenssprecher der ASFINAG
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