ARBÖ: Ferienbeginn OK - Stau nein danke! Anti-Stau-Therapie für einen guten Start in den Urlaub

Wien (ARBÖ) - Der Schulschluss im Sommer bedeutet für so manchen Schüler ein Horrorszenario. Damit sich dies nicht auch noch zu Beginn der Ferien bei der Fahrt in den lang ersehnten Urlaub fortsetzt, schlägt der ARBÖ eine Anti-Stau-Therapie vor. Diese besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist die entscheidende Stau-Vermeidung, die durchaus gezielt betrieben werden kann, und der zweite Teil kommt in Form einer Strategie des richtigen Verhaltens im Stau zur Anwendung, wenn dieser leider doch nicht vermieden werden konnte.

Belastete Strecken sollten von vornherein vermieden werden, so die ARBÖ-Experten. Ein wirksames Mittel um der drohenden Blechlawine zu entgehen bestehe auch darin, die Reise früher oder später anzutreten, als dies die Masse der Autofahrer tut. So simpel, so wirksam. Die Kernpunkte der Anti-Stau-Therapie zusammengefasst:

Gut geplant ist halb gewonnen

· Vor dem Start in die Ferien: Verkehrsprognosen auswerten - siehe ORF-Teletext Seite 431 und 432, sowie im Internet www.arboe.at und www.ace-online.de - Ausweichrouten planen, Reisezeitpunkt antizyklisch steuern und falls vorhanden, Navigationssystem aktivieren.
· Die Beschleunigungsspur an Autobahnauffahrten voll ausnutzen. Wer am Anfang "hineindrängelt" bringt den fließenden Verkehr zum stocken und gefährdet sich und andere.
· Grundsätzlich die rechte Autobahnspur befahren. Der äußere, linke Fahrstreifen ist nur zum Überholen bestimmt. Wer links fährt, obwohl rechts alles frei ist, halbiert die Kapazität der Autobahn und trägt so zur Staubildung bei.
· Chronische Linksfahrer provozieren andere dazu, verkehrswidrig rechts zu überholen. Nur bei zähfließendem Kolonnenverkehr auf allen Spuren, dürfen linksfahrende Fahrzeuge mit geringfügig höherer Geschwindigkeit und mit äußerster Vorsicht rechts überholt werden. · Besonders bei dichtem Verkehr kommt es darauf an, "ausgleichend" und vorausschauend zu fahren. Schnelles Vorfahren, abruptes Bremsen -das ist Gift für einen gleichmäßigen Verkehrsfluss.
· Reißverschlusssystem vorschriftsmäßig anwenden. Das heißt, durch vernünftiges Abstandhalten Lücken ermöglichen. Bei Fahrbahnverengungen - etwa im Baustellenbereich - die Spur bis zur Verengung befahren und erst dann einfädeln; sonst bahnt sich die Aggression ihren Weg und der endet häufig im Unfall. Beim Einfädeln gilt das Prinzip Partnerschaft. So wird vermieden, dass der Reißverschluss klemmt.
· Vor Verlassen der Autobahn rechtszeitig auf die rechte Spur zur Abfahrt wechseln. Ein plötzlicher Fahrbahnwechsel provoziert nicht nur Panikbremsungen und Hupkonzerte, sondern lässt auch die Unfallgefahr hoch schnellen. Wer die Autobahn verlässt, sollte sich selbst bei Kolonnenverkehr geduldig in die rechte Spur einreihen und keinesfalls riskante Überholmanöver starten.
· Bei Stop-and-go-Verkehr keine großen Lücken zwischen den Fahrzeugen lassen. Wer sich anders verhält, gibt nur dem gefährlichen Fahr- und Stau-Intervall zusätzlich Futter. Damit wächst das Risiko, in einen Auffahrunfall verwickelt zu werden.

Richtiges Verhalten im Stau

Wer doch im häufig unvermeidbaren Stau landet, sollte laut ARBÖ folgende Regeln beachten:
· Auf das Stauende nur mit vermindertem Tempo und ausreichendem Sicherheitsabstand heranfahren. In dieser Phase ist es zur Vermeidung von Auffahrunfällen sinnvoll, die Warnblinkanlage einzuschalten.
· Für Rettungs- und Polizeifahrzeuge ist eine Gasse freizuhalten. Bei dreispuriger Autobahn liegt dieser Korridor zwischen der mittleren und der linken Fahrspur.
· Trotz Staustress heißt es jetzt, ruhig und entspannt zu bleiben. Selbstvorwürfe oder Wutausbrüche strapazieren die Nerven zusätzlich. Gegenmittel: Musik hören oder selbst ein Lied auf den Stau pfeifen. · Falls es im Stau überhaupt nicht mehr vorwärts geht, Motor abstellen.
· Den Wagen nur im Notfall verlassen, auch wenn nichts mehr geht -die Autobahn ist kein Wanderweg!
· Zwecks Luftzufuhr Seitenfenster und Schiebedach öffnen. Autotüren sollten, wenn überhaupt, nur mit größter Vorsicht geöffnet werden. Hier besteht Crashgefahr wegen Motorradfahrern, die sich unerlaubterweise aber allzu gerne zwischen den Autoschlangen hindurchmogeln.
· Verkehrsfunk hören und auf der Straßenkarte nach eventuellen Ausweichrouten suchen.
· Auch Kinder im Auto leiden unter Staustress. Such- und Rätselspiele sind geeignete Gegenmittel. Sie bringen Spaß und dämpfen Missmut und Gereiztheit.
· Achtung! Hat sich der Stau endlich aufgelöst, jeden Versuch unterlassen, die verlorene Zeit durch Raserei einzuholen.
· Nach Stauende genügt es, zügig zu beschleunigen. Mit trägen Fahrzeugen, wie etwa Wohnwagengespannen, sollte nach dem Stau nicht unmittelbar auf die Überholspur gewechselt werden. Andernfalls löst sich der Stau weniger schnell auf.

Klar, diese Anti-Stau-Therapie kann sich nur gegen Symptome der Verkehrsbeeinträchtigung richten. Die Stauursache Ferienbeginn bleibt freilich bestehen, so der ARBÖ abschließend.

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