FP-Rosenkranz fordert Verkehrsverbund statt "Tarifverbund"

U-Bahnverlängerung könnte das Pendlerproblem wesentlich entschärfen

St. Pölten (OTS) - Den "erfolglosen Tarifverbund", den die drei Landeshauptleute aus Wien, Niederösterreich und Burgenland jetzt als "der verkehrspolitischen Weisheit letzten Schluß" wiederbeleben zu wollen, habe es ja vor Jahren bereits gegeben. "Was Niederösterreich braucht ist ein Verkehrsverbund, der durch bessere Anbindungen Wiens an das Umland das Pendlerproblem wesentlich entschärfen könnte, aber hier ist weit und breit kein Lösungsansatz erkennbar!", kritisierte die FP-Klubchefin. Pröll und Häupl sollten besser Gespräche mit Verkehrsminister Reichhold über eine Verlängerung der Wiener U-Bahnen auf niederösterreichisches Gebiet führen, betonte Rosenkranz und forderte erneut einen U-Bahn-Gipfel.****

Wenn sich tatsächlich damit begnügen wolle, zu erreichen, daß man "mit einer Fahrkarte von Gmünd nach Oberpullendorf fahren kann", dann sei es wohl endgültig Zeit, die Landeshauptmänner aus Niederösterreich und Wien aus ihrem "verkehrspolitischen Dornröschenschlaf" zu wecken und ihnen das Beispiel anderer europäischer Großstädte vor Augen zu halten, so Rosenkranz weiter. Diese hätten längst die Notwendigkeit einer Anbindung ihrer U-Bahnen ans benachbarte Umland erkannt. Wie wichtig eine U-Bahnverbindung zwischen dem Süden Wiens und der City der Bundeshauptstadt wäre zeige sich angesichts der derzeitigen Ausbauarbeiten auf der A2. Mittlerweile befürworte auch der Verkehrsplaner des Landes Friedrich Zibuschka eine Verknüpfung der Badner Bahn mit der U6 ab der Station Philadelphiabrücke. Moderne europäische Großstädte wie Zürich, München, London oder Paris hätten längst die Wichtigkeit einer Anbindung ihrer Untergrundbahnen ins benachbarte Umland erkannt und intelligente, finanzierbare Konzepte umgesetzt, betonte Rosenkranz.

Rosenkranz wörtlich: "An der Nordeinfahrt, auf der West- und der Südautobahn spießt es sich täglich, weil die rote absolute Rathausmehrheit Wiens nach wie vor eine Verkehrspolitik der 50er-Jahre betreibt. An der Wiener Stadtgrenze hätten sich im Lauf der Jahre "Flaschenhälse" gebildet, die den 200.000 leidgeprüften Pendler täglich zum Verhängnis würden. Und weiter: "Den täglichen Pendlerverkehr muß man logischerweise vor der Stadtgrenze abfangen!" Dies funktioniere jedoch nur durch die Verknüpfung und Abstimmung der U-Bahnen mit den Bahnen des Wiener Umlandes und der Errichtung von Parkplätzen außerhalb des bebauten Gebietes, schloß Rosenkranz.

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