Dreharbeiten zur ORF-Serie "Julia - Eine ungewöhnliche Frau" laufen auf Hochtouren

Christiane Hörbiger dreht noch bis Mitte Dezember 13 bewegende "Julia"-Folgen

Wien (OTS) - Mitterretzbach 59, das ehemalige Tabaktrockenhaus:
Unter lautem Knarren öffnet sich das alte Tor der morschen Hütte, Julia Laubach (Christiane Hörbiger), Polizist Gustl Rauscher (Ludwig Dornauer) und Ann Miller (Bibiana Zeller) betreten aufgeregt den mit Seilen verhangenen Schuppen. "Hans, bist du da?" ruft Julia behutsam in die staubige Leere des Trockenhauses. Plötzlich springt aus dem Eck ein aufgeschreckter Bub hervor und flüchtet sich unter lautem Geschrei auf eine hohe Leiter: "Geht's! Geht's weg!" schreit er angsterfüllt und droht, von schwindelerregender Höhe in den Tod zu springen - diese dramatische Szene stand gestern, am Montag, dem 24. Juni 2002, auf dem Drehplan zu insgesamt 13 neuen Folgen der ORF-Erfolgsserie "Julia - Eine ungewöhnliche Frau", die zurzeit in Retz und Umgebung, sowie in Wien gedreht werden.

Christiane Hörbiger legt als Volksanwältin Hand an
Im Rahmen der gestrigen Dreharbeiten entschärfte Christiane Hörbiger alias Dr. Julia Laubach mit waghalsigem Einsatz diese gefährliche Situation, in die sich der geistig behinderte Hans Gruber (Holger Schober) aus Angst, wieder in ein Pflegeheim zu müssen, brachte. Serienstar Christiane Hörbiger erklärt: "In dieser Geschichte wandte sich die Mutter des Buben, sie wird gespielt von Gertraud Jesserer, an die Volksanwältin, da der Sohn auf Grund seiner Behinderung seinen Arbeitsplatz verlieren sollte. Da schaltet sich Julia ein, denn es gibt in Niederösterreich ein Gesetz, wonach jeder behinderte Mensch das Recht auf einen geschützten Arbeitsplatz hat. Auf dieser Grundlage kämpft die Volksanwältin für den Buben - doch der Behördenweg dauert lange, und so muss Julia persönlich eingreifen und das Verfahren beschleunigen, denn der Bub befindet sich in einer dramatischen Situation."

Beinahe ebenso dramatisch war auch der Verlauf des gestrigen Drehtages: Nach den anstrengenden Drehs der vergangenen hochsommerlichen Tage (Zitat Hörbiger: "Ich drehte auch bei sengender Hitze am Retzer Hauptplatz."), währte die Freude über das prognostizierte Ende der Hitzewelle nur kurz - und wich der Angst vor einem Gewitter, das sich über dem idyllischen Grenzort Mitterretzbach zusammenzubrauen drohte und die Freiluftdreharbeiten unmöglich gemacht hätte. Doch das Wetter hielt, und mit ihm auch die gute Laune am Set. Auch wenn die Nerven ob der Actionszenen im ehemaligen Tabaktrockenhaus ein wenig angespannt und die Konzentration groß war:
"Es ist nicht üblich, dass ich ein Stuntdouble am Set hab'", meinte Christiane Hörbiger mit einem verschmitzten Lächeln. "Es ist übrigens die selbe Stuntfrau, die mich auch bei der 'Gottesanbeterin' doubelte - auch dort hatten wir eine Szene mit einer hohen Leiter."

Actionreiche Fälle für Julia
Unter der Regie von Holger Barthel, der die Folgen eins bis sieben inszeniert (die Folgen acht bis 13 realisiert ab Mitte Juli Thomas Roth), meistert die Neo-Volksanwältin viele neue persönliche und berufliche Herausforderungen. Doch Anschauungsunterricht bei den drei realen österreichischen Volksanwälten, wie dies TV-Ermittler bei Realo-Polizisten gerne tun, hat Chrisiane Hörbiger nicht genommen:
"Nein, das war gar nicht notwendig", sagt Christiane Hörbiger, "unser Autor Peter Mazzuchelli hat wieder sehr genau recherchiert und in seinen Storys sehr anschaulich herausgearbeitet, wofür, meiner Meinung nach, die Volksanwaltschaft steht: Ein 1:1-Verhältnis zwischen der sogenannten 'Obrigkeit' und dem 'bittenden' Bürger, der sich manchmal von offiziellen Stellen eingeschüchtert fühlt, herzustellen. Da ist der Antragsteller kein Untergebener, sondern ein gleichwertiger Mitbürger! Diesen Zugang hat Peter Mazzuchelli über alle Bücher hinweg sehr gut durchgehalten, auch wenn er sehr idealistisch ist, und wir den Idealfall der Arbeit einer Volksanwältin zeigen. Aber die Geschichten funktionieren gut!"

Schauspielriege in Wien und Retz in Aktion
Vor der Kamera von Peter Kappel agieren derzeit wieder namhafte Schauspieler: An der Seite von Christiane Hörbiger sind neben Peter Bongartz, Franz Buchrieser, Fritz Karl, Hertha Schell, Michael König und Konstanze Breitebner diesmal auch wieder Johanna Mertinz, Susa Juhasz, Bibiana Zeller, Philipp Fleischmann, Paula Polak, Sissy Höfferer, Kristina Bangert, Michele Oliveri, Ludwig Dornauer, Gerhard Dorfer, Wolfram Berger, Chris Pichler, Christina Karnicnik, Werner Prinz, Fritz von Friedl und viele andere in der fünften Staffel mit dabei.

"Julia - Eine ungewöhnliche Frau" im ORF: Mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer pro Folge
Mit durchschnittlich 1.142.000 Zusehern pro Folge (17 Prozent Reichweite, 42 Prozent nationaler Marktanteil) zählt "Julia - Eine ungewöhnliche Frau" zu den erfolgreichsten österreichischen Serien der vergangenen Jahre. Die vierte Staffel, die im ORF vom
25. Jänner bis 27. Mai 2002 lief, begeisterte im Schnitt 1.058.000 Zuseherinnen und Zuseher (15 Prozent Reichweite, 38 Prozent nationaler Marktanteil). Die neuen Folgen der ORF/ARD-Koproduktion, hergestellt von DOR Film mit Unterstützung der Niederösterreichischen Landesregierung stehen voraussichtlich im Frühjahr 2003 auf dem Programm des ORF.

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