Grüne/Maresch: Brennende Augen, laufende Nasen - Dauerbrenner Ozon

Wiener SP-Politik hat sich von Ozon-Problematik verabschiedet.

Wien (Grüne) - "Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz
und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer weist in einer Aussendung auf die erhöhten berufsbedingten Gesundheitsrisiken für Bauarbeiter durch Ozon hin und fordert die Bundesregierung auf, die Ozonbelastung im Bauarbeiterschlechtwetterentschädigungsgesetz zu berücksichtigen. Sosehr wir eine Entschädigung begrüssen, müssen vorrangig die Ursachen der Entstehung von Ozon bekämpft werden. Auch die Wiener Stadtregierung hat hier eine besonder Verantwortung, der sie aber leider nicht nachkommt," meint der Grüne Umweltsprecher Rüdiger Maresch anlässlich der anhaltenden Hitzeperiode.

"Gute Ratschläge für den einzelnen sind zuwenig, konkrete gesetzliche Regelungen wären zum Schutze der Bevölkerung und der Umwelt notwendig. Die Stadt Wien hat bisher zum Thema Ozon nicht mehr als Informationsbroschüren zustande gebracht. Offensichtlich hat sich die Stadtregierung gänzlich von der politischen Verantwortung zur Ozon-Problematik verabschiedet", so der Grüne Umweltsprecher.

Viel mehr wären laut Maresch sinnvolle Maßnahmen gefragt: Dazu gehören umfassende Verkehrskonzepte (die z.B. bei Ozonbelastung zu einer gesetzlich verankerten Verkehrsbeschränkung führen, oder die Reduktion des Autoverkehrs vor allem in den Sommermonaten), Umsetzung des Ozonsanierungsplanes der Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland aus dem Jahre 1996 sowie Raumplanungsmaßnahmen zur Verringerung von verkehrserregenden Strukturen.

"Als einzig positives ist die Aussage von Landesrat Sobotka aus Niederösterreich zu werten, dass die schon lange erhobene grüne Forderung nach Herabsetzung der Grenzwerte zur Ausrufung der Vorwarnstufe auf den EU-Wert nun umgesetzt werden soll. Bei den anderen Maßnahmen haben wir wenig Vertrauen, dass sie tatsächlich zu der dringend notwendigen Reduktion der Vorläufersubstanzen von Ozon führen werden", schließt der Grüne Umweltsprecher.

Rückfragen & Kontakt:

Rudi Leo, Pressereferat, Tel: 4000-81821

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR/GKR