AVISO: Morgen, Mittwoch, AK Veranstaltung: EU-Erweiterung und Alpentransit

Überrollt uns der Schwerverkehr? - Perspektiven und Alternativen aus ArbeitnehmerInnensicht

Wien (AK) - Für die Verlängerung des Transitvertrages bzw des Ökopunktesystems heißt es neuerlich - bitte warten. Denn, ob die Lkw-Fahrten durch Österreich nach Auslaufen des derzeitigen Transitvertrages mit der EU ab 2004 wirksam begrenzt werden, ist angesichts der bisher gescheiterten Bemühungen beim jüngsten EU-Verkehrsministerrat noch offen. Durch den von der EU geforderten Wegfall der mengenmäßigen Beschränkungen der Transitfahrten über Österreich wird der Transitverkehr massiv zunehmen, befürchtet die AK. Dazu kommt noch, dass es - um die Alpen zu überqueren -wesentlich billiger ist durch Österreich zu fahren als durch die Schweiz. Und auch im Hinblick auf die EU-Erweiterung wird die Belastung von Mensch und Umwelt durch den Schwerverkehr drastisch ansteigen. Daher fordert die AK in den Beitrittsverhandlungen Übergangsregelungen für die Kabotage (den Binnenverkehr in Österreich durch Frächter aus den Beitrittsländern) und für den Berufszugang im internationalen Gütertransport sowie die Übernahme und Umsetzung des vollständigen sozialen Acquis im Verkehrssektor. Bei einer AK-Veranstaltung werden neben aktuellen Verkehrsprognosen und -trends vor allem die - oft verleugneten aber vorhandenen - rechtlichen und politischen Handlungsspielräume der österreichischen Verkehrspolitik ausgelotet sowie Perspektiven und Alternativen diskutiert.

Morgen, Mittwoch, 26. Juni 2002, 9.15 Uhr bis 13.00 Uhr AK-Bildungszentrum, Großer Sitzungssaal
1040, Theresianumgasse 16-18

Programm

9.15 Uhr
Eröffnung Herbert Tumpel (Präsident der Bundesarbeitskammer)

9.30 Uhr
Zukunft des Schwerverkehrs in Österreich - Prognosen, Umweltbelastungen und verkehrspolitische Ansätze (Reinhold Deußner, Österreichisches Institut für Raumplanung)

10.00 Uhr
Transportpreise und Transportkosten im Güterverkehr: Bleibt der Schienenverkehr auf der Strecke? (Max Herry, Büro Herry -Verkehrsplanung)

10.30 Uhr
Faktische, politische und rechtliche Handlungsspielräume in der österreichischen Straßenverkehrspolitik (Waldemar Hummer, Universität Innsbruck, Institut für Völkerrecht, Europarecht und Internationale Beziehungen)

11.00 Uhr
Pause

11.30 Uhr
Transitpolitik im Zuge von Transitnachfolgeregelung und EU-Erweiterung - Erfahrungen und Erwartungen an die Politik (Fritz Gurgiser, Transitforum Österreich)

12.00 Uhr
Alpentransit und Erweiterung: Die Zukunft der europäischen Verkehrspolitik (Heinz Hilbrecht, Europäische Kommission)

12.30 Uhr
Schweizerische Verkehrspolitik als Alternative? - Strategieansätze zur Verminderung der Verkehrsbelastung aus dem Straßengüter(transit)verkehr (Markus Maibach, Institut INFRAS, Schweiz)

13.00 Uhr
Diskussion und Resumée (Sylvia Sarreschtehdari-Leodolter, Bundesarbeitskammer)

Wir würden uns sehr freuen, eine Vertreterin oder einen Vertreter Ihrer Redaktion bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

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Doris Strecker

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